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Informix-Nutzer fühlen sich von IBM vernachlässigt

06.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - US-amerikanische Nutzer von Informix-Datenbanken sorgen sich um die Zukunft ihrer Softwareinvestitionen. "Im Markt verbreitet sich die Einschätzung, dass Informix tot ist", kritisierte Stuart Litel, Präsident der Nutzervereinigung International Informix User Group (IIUG). Dies sei nicht zuletzt auf Ankündigungen IBMs zurückzuführen, die eigene DB2-Datenbank mit dem Informix-System zu verschmelzen. IBM hatte Informix im Jahr 2001 aufgekauft, um besser gegen die Konkurrenten Oracle und Microsoft bestehen zu können.

Auslöser der Kritik war ein Bericht der Marktforschungsfirma Gartner, demzufolge die Verkäufe von Informix-Produkten im Jahr 2004 zurückgegangen sind. Zugleich hätten wichtige Partner von IBM, darunter Computer Associates, angekündigt, neue Versionen der Informix-Datenbanken nicht zu unterstützen. Die organisierten Informix-Nutzer monieren zudem, IBMs Vertriebsmannschaft konzentriere sich zu sehr auf DB2. Bei einigen Kunden hätten IBM-Verkäufer versucht, DB2 anstelle von bereits installierten Informix-Produkten durchzusetzen. (wh)