SAP und Compliance

Infoniqa schnürt GDPdU-Paket für R/3- und SAP-ERP-Anwender

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Das Software- und Systemhaus Infoniqa liefert Programme und Beratung, die Nutzern von SAP-Software helfen soll, die gesetzlichen Vorschriften der GDPdU umzusetzen. Nach Angaben des Anbieters könnten diese Firmen dabei nicht nur ihre Pflicht erfüllen, sondern durch Verbesserungen in der Datenhaltung ihre ERP-Systeme transparenter machen.

Mit den Grundsätzen zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU) regelt der Gesetzgeber, wie Firmen digitale Unterlagen aufbewahren müssen. Das betrifft auch die Nutzer von SAP-Software. Für solche Unternehmen bietet Infoniqa aus Berlin ein Gesamtpaket aus Beratung und Software. Die Beratungsleistungen betreffen laut Anbieter nicht nur die IT, sondern decken auch Fragen zur Betriebsorganisation, Betriebswirtschaft und Steuerrecht ab.

Das GDPdU-Paket "Pflicht & Kür" wird beim Kunden umgesetzt von Infoniqa-Beratern und Wirtschaftsprüfer sowie Experten des Kooperationspartners Audicon.

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Nach Überzeugung von Infoniqa haben viele Unternehmen in Sachen GDPdU noch nichts unternommen. Sobald sich ein Prüfer anmeldet, würden Firmen jedoch händeringend nach Experten suchen, die ihnen bei der Aufbereitung der Daten für die GDPdU-konforme Prüfung hilft.

Infoniqa versucht, Firmen das GDPdU-Paket jedoch nicht nur als Pflichtübung schmackhaft zu machen. "Durch die optimale Gestaltung der Prüfungsabläufe und die Nutzung von neuen Methoden und Verfahren können die einzelnen Unternehmen einen echten Mehrwert hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Transparenz im Rechnungswesen erzielen", behauptet der Anbieter. Dazu zählt Infoniqa auswertbare Archive für stillgelegte Altanwendungen. Profitieren würden Firmen auch, wenn sie ihre Verfahrensdokumentation automatisch erzeugen könnten. "Firmen erschließen das Potenzial, das die Umsetzung der GDPdU bietet, nicht einmal ansatzweise", so Olaf Paetsch, Geschäftsführer von Infoniqa in Berlin.

Technische Grundlage des Angebots bildet das "GDPdU-Center", mit dem sich Daten aus beliebigen Quellsystemen verarbeitet und sich in den GDPdU-Beschreibungsstandard überführen lassen sollen. Diese Informationen werden abschließend an die Audicon-Software "AIS TaxMart" für den unmittelbaren und mittelbaren Datenzugriff nach Z1 oder Z2 oder für die Datenträgerüberlassung nach Z3 an IDEA übergeben. Als Z1, Z2 und Z3 bezeichnen Zugriffsformen der GDPdU-konformen Steuerprüfung. IDEA steht für Interactive Data Electronic Applications und beschreibt ein Verfahren zur Analyse großer Datenmengen.

Digitale Steuerakte für Nutzer von SAP-Software

Infoniqa bietet für SAP-Anwender eine digitale Steuerakte an, die eine an die GDPdU ausgerichtete Vorgangsbearbeitung auf Basis der Dokumenten-Management-Software "Records Management" gestattet. Die Steuerakte soll Firmen bei der Vorbereitung zur Steuerprüfung helfen. Mit "HSS für SAP DART" lassen sich darüber hinaus Steuerprüfungen simulieren.