Operation "Onymos"

Illegaler Internet-Handel: Deutsche Ermittler schließen Plattformen

11.11.2014
In einer internationalen Aktion gegen den illegalen Handel im Internet haben deutsche Ermittler bundesweit vier verdeckte Handelsplattformen geschlossen.

Hessische Rauschgiftfahnder hätten fünf Server in Deutschland sichergestellt, sagte die Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamts (LKA), Sabine Thurau, in Wiesbaden. "Wir haben sozusagen den Fuß in die Tür stemmen können."

Im Rahmen der "Onymos"-Operation wurden mehrere illegale Online-Plattformen dichtgemacht.
Im Rahmen der "Onymos"-Operation wurden mehrere illegale Online-Plattformen dichtgemacht.
Foto: Thinkstock/getty images

Hessische Fahnder konnten einen mutmaßlichen Betreiber einer illegalen Online-Plattform in Ungarn ergreifen, sagte Thurau. Insgesamt habe die globale Operation "Onymos" am 6. November zu 17 Festnahmen geführt. An der Aktion waren Ermittler aus 17 europäischen Staaten und die US-Bundespolizei FBI beteiligt. Die Fahnder hätten weltweit Bitcoins im Wert von einer Million US-Dollar sichergestellt, 180.000 Euro in bar und große Mengen an Rauschgift, Gold und Silber. Die Handelsplattformen waren nur über das Tor-Netzwerk erreichbar, das die Identität seiner Nutzer verschleiern kann.

Einer der Protagonisten des illegalen Drogen-Handels im Internet kommt Thurau zufolge aus Hessen. Dadurch hätten die Fahnder Hinweise auf Server im Land bekommen. Deshalb waren die deutschen Ermittlungen in Hessen angesiedelt. Dort arbeitete das LKA mit dem Bundeskriminalamt, der Generalstaatsanwaltschaft und dem Zoll in Frankfurt zusammen. Das FBI hatte den mutmaßlichen Betreiber des Online-Netzwerks Silk Road 2.0 in San Francisco festgenommen. (dpa/sh)