IEEE plant WIMAX mit Gigabit-Geschwindigkeit

21.02.2007
Die IEEE hat Pläne zum Nachfolger von WIMAX 802.16e veröffentlicht. Der 802.16m genannte Standard soll Transferraten bis zu 1 Gbit/s erlauben und abwärtskompatibel zum jetzigen offiziellen Standard sein. Das soll neue Angebot-Bundles wie Triple-Play (VoIP, IPTV und Internet) auch in ländlichen Gemeinden erlauben.

Der Hunger nach immer schnelleren Internetanbindungen reißt nicht ab. Doch gerade in ländlichen Gebieten ist der Aufbau eines Kabelnetzes für die Anbieter oftmals zu teuer. Hier bieten sich funkgestützte Internetzugänge wie WIMAX an, die sich in ihrer Geschwindigkeit hinter dem Festnetz-Angebot längst nicht mehr verstecken müssen.

WIMAX ist eine Weiterentwicklung des WLAN-Standards. Ein einziger WIMAX-Mast erlaubt schon jetzt Reichweiten von bis zu 50 Kilometern und Übertragungsraten von theoretisch bis zu 70 Mbit/s, was damit fast 20 Mal schneller ist als Single-Line-DSL. Ein Ableger dieses Standards Namens WiBro wird in Korea schon erfolgreich eingesetzt, doch hier in Deutschland wird man sich noch ein wenig gedulden müssen, bis sich mobiles DSL durchsetzt. Erst im Dezember ist die Versteigerung der entsprechenden Frequenzen abgeschlossen worden.

Doch die jetzige Technologie wird schon in ein paar Jahren nicht mehr ausreichen. Deshalb arbeitet die IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) auch schon am Nachfolger. Die von der IEEE als 802.16m bezeichnete Generation soll dann sogar Datentransfer-Raten bis zu 1 Gigabit pro Sekunde erlauben, wobei die Technologie abwärtskompatibel zum derzeitigen Standard 802.16e ist.

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