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IDC-Zahlen zum deutschen PC-Markt

04.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Endgültigen Zahlen der IDC zum deutschen PC-Markt im vierten Quartal 2003 zufolge wuchs dieser gegenüber dem Vorjahreszeitaum um 17,1 Prozent auf einen Rekordwert von mehr als 2,5 Millionen verkauften Rechnern. Vor allem die Nachfrage nach Notebooks habe sowohl im Consumer- wie auch im Unternehmensmarkt den Absatz beflügelt, befinden die Auguren; das Portable-Segment sei im Jahresvergleich um satte 53,6 Prozent gewachsen.

"Im Gegensatz zu den gesunden Notebook-Verkäufen blieb der Consumer-Desktop-Markt relativ verkrampft und zeigte im sechsten Quartal in Folge ein negatives Wachstum gegenüber dem Vorjahr, was die klare Präferenz in Richtung Mobilität unterstreicht", kommentiert Analystin Stefania Lorenz. "Eine erholte Nachfrage seitens der Unternehmen ermöglichte dem Desktop-Markt insgesamt aber die Rückkehr zu positivem Wachstum." Stark habe sich auch das Segment der Intel-basierenden Server entwickelt, das gegenüber dem Vorjahr um 31,3 Prozent wuchs. Hier hätten sowohl kleine und mittlere (28 Prozent) wie auch große Unternehmen (36 Prozent) ordentlich hingelangt. HP, Fujitsu-Siemens und IBM konnten stärker zulegen als der Gesamtmarkt.

Im Gesamtjahr 2003 sei der deutsche PC-Markt im Jahresvergleich um 9,8 Prozent gewachsen, erklärte IDC. Auch hierfür seien vornehmlich Notebooks verantwortlich. Markbeherrschender Hersteller ist und bleibt Fujitsu-Siemens Computers, das seine Stückzahlen um 14,7 Prozent auf 1,447 Millionen steigerte und damit 18,7 Prozent Marktanteil erreichte. Dahinter liegt HP mit 890.000 Einheiten (plus 3,4 Prozent) und 11,5 Prozent Marktanteil, gefolgt vom Discounter Medion (im vierten Quartal vor HP) mit knapp 25 Prozent Wachstum auf 853.000 Rechner und elf Prozent Markanteil. Mit 16,1 Prozent Wachstum auf 548.000 PCs kommt Dell auf 7,1 Prozent Market Share und Rang vier, die Top Five komplettiert Acer, das sich um 52,7 Prozent auf 530.000 Units und 6,8 Prozent Markanteil steigerte. Alle übrigen Anbieter teilen sich die restlichen 3,485 Millionen verkauften PCs und 44,9 Prozent des Marktes. (tc)