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IDC: Utility Computing zieht an

15.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die Marktforscher von IDC bescheinigen dem Konzept des "Utility Computing" glänzende Aussichten für die Zukunft. Für das laufende Jahr erwarten die Analysten etwa, dass sich die Umsätze in dem Bereich verdoppeln werden. Wurden 2003 zirka eine Milliarde Dollar mit Lösungen rund um das Utility Computing eingenommen, sollen es 2007 etwa 4,6 Milliarden Dollar sein.

Dabei geht es grob gesagt um den Versuch, IT aus der Steckdose zu ermöglichen – vergleichbar etwa mit der Strom- oder Wasserversorgung. Kaum ein IT-Konzern kann es sich daher leisten, auf diesbezügliche Ankündigungen zu verzichten. Utility Computing läuft je nach Anbieter unter Marketing-Begriffen wie On demand, Adaptive Computing oder Organic IT. Im Markt tummeln sich nicht nur Mischkonzerne wie EMC, IBM, Sun Microsystems oder Hewlett-Packard, sondern auch Softwerker à la Computer Associates und Veritas. Neben dem Verkauf neuer Produkte zielen Lieferanten darauf ab, Kunden den Wechsel zu einem anderen IT-Ausrüster zu erschweren. Anfang Dezember hatte IDC prognostiziert, dass sich das Konzept des Utility Computing langfristig durchsetzen werde. Die aktuellen "Lösungen" seien indes eher nutzlos, weshalb die Analysten den Begriff "Futility Computing" in die Welt setzten (Computerwoche online berichtete). (ajf)