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IBM zahlt Grundbesitzern Entschädigung für Grundwasservergiftung

03.09.2004

Vor 25 Jahren musste IBM eingestehen, dass von seinem Firmengelände in Endicott, US-Bundesstaat New York, aus das Grundwasser durch 4100 Gallonen (= 15.518,5 Liter) chemischer Substanzen verseucht wurde. Vergangenen Monat nun, nach 25 Jahren also, einigten sich die New Yorker Umweltbehörde und das Unternehmen auf einen Modus, wie Big Blue die Grundwasserkontamination auch weiterhin zu beheben gedenkt. Danach wird IBM unter anderem an 480 betroffene Grundstücksbesitzer 10.000 Dollar Schadensersatz zahlen. Die Geschädigten haben die Option, zwischen dieser Summe oder einer Entschädigung in Höhe von acht Prozent des Marktwertes ihres Grundstücks zu wählen.

IBM hat in den langjährigen Verfahren und Diskussionen immer den Standpunkt vertreten, es sei bei weitem nicht das einzige Unternehmen, das zur Grundwasserverseuchung beigetragen habe. Die jetzt getroffene Vereinbarung kam in Verhandlungen zwischen dem Computerkonzern und dem Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats New York, Eliot Spitzer, zustande. Wenn die geschädigten Grundbesitzer auf das Angebot eingehen, haben sie damit das Recht verwirkt, in Zukunft weiter gegen IBM Schadensersatzklagen in dieser Angelegenheit geltend zu machen, sagte ein Firmensprecher. (jm)