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IBM will Halbleiter- und Server-Sparte zusammenlegen

29.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM wird intern die Zusammenlegung seiner schwächelnden Halbleitersparte mit der zunehmend erfolgreichen Systems Group ankündigen, die für die Server-Hardware zuständig ist. IBM fertigt Chips sowohl für seine eigenen Server und Mainframes als auch für externe Kunden wie Apple, hat diesen defizitären Geschäftsbereich aber seit rund zwei Jahren reduziert. In seiner letzten Jahresbilanz wies der Armonker Konzern für den Halbleiterbereich Technology Group einen 24-prozentigen Umsatzrückgang auf 3,68 Milliarden Dollar sowie einen Vorsteuerverlust von 252 Millionen Dollar aus.

Einem internen Memo zufolge sollen die Ergebnisse der Systems und der Technology Group künftig zusammen bilanziert werden. Das "Wall Street Journal" zitiert einen Insider mit der Aussage, beide Bereiche würden aber weiterhin separate Zahlen melden. Das Management hatte kürzlich bereits verlauten lassen, die Bedeutung der Halbleitersparte spiegele sich trotz ihrer Verlust unterm Strich im Wachstum und Gewinn bei den Computersystemen wider.

Die beiden Spartenchefs Bill Zeitler (Server) und John Kelly (Halbleiter) werden ihre Jobs behalten und wie gehabt an CEO Sam Palmisano berichten, schreibt das "Journal". "Cnet" will dagegen erfahren haben, beide würden die aus der Zusammenlegung der Sparten resultierende Systems and Technology Group künftig gemeinsam leiten. Demnach will IBM mit der Kombination keine Kosten sparen (und auch keine Stellen streichen), sondern die Qualität seiner Prozessoren verbessern. (tc)