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IBM verlängert seine Java-Lizenz um zehn Jahre

28.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM ist zwar gewiss nicht gerade glücklich mit Suns Leitung des Java Community Process (JCP), das ist aber noch lange kein Grund, sich mit Sun zu überwerfen und eine Geschäftsbeziehung aufzugeben, die sich für beide Unternehmen als extrem profitabel erwiesen hat. Auf der JavaOne gab Big Blue daher nicht unbedingt überraschend bekannt, dass es seine Java-Lizenz um weitere zehn Jahre verlängert hat.

Die Ankündigung durfte Robert LeBlanc übernehmen, General Manager der Websphere-Sparte. Sein Chef Steve Mills weilte auf eine SOA-Partnerveranstaltung in London und wurde deswegen nur per Video in die JavaOne-Keynote eingespielt.

Im Rahmen der Zusammenarbeit nimmt IBM weiterhin Java-Techniken in Lizenz, beteiligt sich am JCP und erweitert seine Bemühungen, Java als Channel-Partner auf Embedded-Plattformen an den Kunden zu bringen. Als Bonus portieren die Armonker außerdem DB2, Rational, Tivoli und Websphere-Middleware auf Solaris 10 auf x64 (Opteron).

IBMs öffentliches Langzeitbekenntnis zu Java dämpf Spekulationen, der Konzern könnte sich aufgrund jüngster Meinungsverschiedenheiten wie etwa zum Thema JBI (Java Business Integration) über kurz oder lang aus der JCP-Community verabschieden. (tc)