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IBM vereinfacht Rackserver-Verkabelung

22.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM hat am vergangenen Freitag eine neue Technik namens "ACT" (Advanced Connectivity Technology) angekündigt, mit der sich bis zu 256 Intel-Server der "xSeries" mit deutlich weniger Kabeln und Switches verbinden lassen. ACT braucht demnach 90 Prozent weniger Switches als bisher üblich und verwendet darüber hinaus die dünneren und preiswerteren CAT5-Kabel.

Jeweils 16 Rackmount-Server werden bei ACT zunächst zu einer Gruppe zusammengefasst. Diese Gruppen werden dann an ein 16-Port-Management-Switch angeschlossen, das über eine zentrale Konsole wahlweise lokal oder remote verwaltet wird. Bei herkömmlichen Verfahren muss jeder Server individuell mit einem Switch verbunden werden. Jeff Benck, Produkt-Marketing-Chef für die xSeries-Server, beziffert allein die dank ACT möglichen Switch-Hardwareeinsparungen für eine 256-Server-Konfiguration mit 67.000 Dollar. Ein System mit lokaler Konsole für 64 Server ist ab 1300 Dolar zu haben; eine Remote-Lösung für bis zu 256 Server schlägt mit wenigstens 5200 Dollar zu Buche. ACT wird ab Ende des Monats ausgeliefert.

Zeitgleich mit ACT kündigte Big Blue außerdem den neuen Rack-Server "x345" an. Das 2U hohe Gerät ist mit "Xeon"-Prozessoren von Intel bestückt und bietet bis zu sechs hot-swappable Festplatten sowie fünf PCI-Steckplätze für Erweiterungen. Als Betriebssysteme stehen Windows, Netware oder Linux zur Auswahl; der Einstiegspreis liegt bei knapp 2800 Dollar. (tc)