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IBM und Red Hat intensivieren Linux-Partnerschaft

16.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit forcierter Kraft wollen IBM und Linux-Distributor Red Hat gemeinsam das quelloffene Betriebssystem in die Unternehmen bringen. Ein zwischen beiden Anbietern bestehendes Abkommen wurde nun über mehrere Jahre verlängert und vertieft. Demnach soll der "Advanced Server" von Red Hat - bislang auf IBMs Intel-Servern der "xSeries" verfügbar - künftig auch auf allen größeren Systemen von Big Blue laufen. Dazu zählen die "pSeries", "iSeries" und "zSeries". Zur Anpassung der Software an die Hardware zahlt IBM dem Distributor eine Summe, über deren Höhe sich Steve Solazzo, Linux-Chef bei IBM, jedoch nicht äußern wollte. Umgekehrt nimmt auch IBM entsprechende Anpassungen an eigenen Produkten vor. Hier geht es unter anderem um die Datenbank "DB2", das E-Commerce-Paket "WebSphere", die System-Management-Lösung von Tivoli sowie

um E-Mail- und Kalender-Funktionen von Lotus.

Besondere Bedeutung haben für Red Hat jedoch die gemeinsamen Marketing- und Serviceaktivitäten. Vergleichbare Distributionsvertäge gibt es zwar schon mit Hewlett-Packard und Dell Computer, IBMs großes Linux-Engagement lässt Red-Hat-CEO Mathew Szulik allerdings auf eine weltweit forcierte Verbreitung von Advanced Server hoffen. Die Plattform wird mit der Garantie angeboten, dass Unternehmensanwendungen auch im Fall eines Updates des Betriebssystems problemlos weiterlaufen. Von derartigen um Advanced Server gruppierten Services verspricht sich Red Hat ergiebige Umsatzquellen. (ue)