Mobilchips

IBM und Chipdesigner ARM arbeiten enger zusammen

19.01.2011
Hohe Leistung und niedriger Energieverbrauch sind die Vorgaben für eine neue Generation von Prozessoren für mobile Geräte, die IBM und der britische Chip-Spezialist ARM gemeinsam entwickeln wollen.
Der von Samsung gebaute "A4"-SOC der aktuellen iOS-Geräte von Apple basiert auf einem ARM-Design.
Der von Samsung gebaute "A4"-SOC der aktuellen iOS-Geräte von Apple basiert auf einem ARM-Design.
Foto: Apple

Dazu unterzeichneten die Unternehmen eine Vereinbarung für den Ausbau der bereits bestehenden Zusammenarbeit, wie IBM mitteilte. Der IT-Konzern aus Armonk bei New York wird demnach im Wesentlichen die Technologie für Prozessoren mit Strukturen bereitstellen, die nur noch 20 oder 14 Nanometer groß sind - ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter.

Es gehe zunächst um die Werkzeuge, um ein solches Chip-Design verlässlich entwickeln zu können, erklärte IBM-Sprecher Hans-Jürgen Rehm am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die jetzige Vereinbarung folge einem bereits 2008 geschlossenen Abkommen zur Entwicklung von mobilen Chips mit 32 und 28 Nanometern. Konkrete Produkte aus dieser Zusammenarbeit werden bis 2013 erwartet. Erst danach soll das nun ins Auge gefasste Chip-Design mit noch kleineren Strukturen die ersten mobilen Prozessoren von ARM beflügeln.

IBM stellt auch selbst Prozessoren her. Die PowerPC-Designs werden unter anderem in aktuellen Spielkonsolen wie PlayStation 3, Xbox und Wii sowie für viele Embedded-Anwendungen. Die von ARM entwickelte Chip-Architektur wird unter anderem von Apple, HTC und Toshiba für Prozessoren mobiler Geräte genutzt. (dpa/tc)