Foundry-OEM-Switches von Big Blue

IBM und Brocade rücken enger zusammen

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Brocade und IBM haben ihre OEM-Partnerschaft um die kürzlich akquirierten Foundry-Switches erweitert. Big Blue stärkt damit sein Portfolio im Netzwerk-Segment.

Beobachter sehen in dem Deal eine Retourkutsche von IBM gegen Cisco, die unlängst mit Blade-Servern den Einstieg in den RZ-Markt gewagt haben. Im erweiterten Abkommen wird Big Blue die von Brocade eingekauften Foundry-Switches mit eigenem Logo versehen und durch seine globale Vertriebsmannschaft sowie autorisierte Business-Partner voraussichtlich ab Mai verkaufen. Zu den Switches zählen die Serien:

  • NetIron MLX, die in IBM m-series Ethernet Router umbenannt werden;

  • NetIron CES 2000, die in IBM c-series Ethernet Switches umbenannt werden;

  • FastIron SuperX, die in IBM s-series Ethernet Switches umbenannt werden sowie

  • FastIron GS, die in IBM g-series Ethernet Switches umbenannt werden.

Das bisherige Abkommen zwischen IBM und Brocade bestand seit über zehn Jahren. Allerdings verkauft IBM auch seit geraumer Zeit Netzausrüstung von Cisco, neulich kamen noch LAN-Switches von Juniper Networks ins Sortiment. Analysten wie Abner Germanov von IDC sehen den Schritt weniger als Spitze gegen Cisco, sondern als Reaktion auf die Nachfrage der Kunden speziell im Storage-Segment. Zudem sei es sinnvoll von IBM, sich die besten Produkte des Marktes herauszusuchen.

Gegenüber der amerikanischen CW-Schwesterpublikation „Network World" bestätigte ein Sprecher von IBM per Mail, dass die Produkte von Cisco und Juniper auch nach dem Deal mit Brocade angeboten werden sollen. Es gehe schlicht darum, den Kunden zusätzliche Wahlmöglichkeiten zu offerieren.