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IBM steigt in die kontinuierliche Datensicherung ein

26.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM kündigt heute seine neue Backup-Lösung "Tivoli Continuous Data Protection for Files" an, die ab Mitte September verfügbar sein soll. Das Produkt sichert kontinuierlich die Daten auf PCs oder Laptops und vermag auch Kopien davon auf Unternehmens-Servern zu speichern. "Es gibt Produkte, die alle halbe Stunde oder Stunde einen Snapshot von Ihren Daten machen, aber dann muss man herumsuche, was gesichert wurde und was nicht", erklärte Michael Nelson, IBMs On-Demand Director of Informaiton.

Analyst Steve Duplessie von der Enterprise Strategy Group verweist hier darauf, dass Schnappschüsse mehr Speicherplatz benötigen als ein kontinuierlicher Sicherungsansatz, bei dem (inkrementell) nur die letzten Änderungen an einer Datei gespeichert werden und nicht das komplette File.

IBM steigt laut Duplessie in einen noch sehr jungen Markt ein, der vor einem Jahr von Revivio eröffnet wurde. Weitere Player in diesem Segment sind XOSoft und das von einem früheren Veritas-Manager gegründete Mendocino. Veritas, inzwischen im Besitz von Symantec, hat mit "Panther" ebenfalls ein Produkt im Beta-Test, das nach Angaben einer Firmensprecherin in den nächsten Monaten auf den Markt kommen soll. Trotz des bevorstehenden Markteintritts anderer großer Player sieht sich die IBM diesen gegenüber im Vorteil - laut Nelson unter anderem wegen der Integration mit anderen Tivoli-Lösungen.

IBM will Tivoli Continuous Data Protection for Files für 35 Dollar pro Desktop- oder Notebook-Prozessor sowie 995 Dollar je Server-CPU verkaufen. (tc)