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IBM sieht Geschäftschancen in der Vergreisung der Belegschaften

29.09.2005
Damit Unternehmen trotz Überalterung der Belegschaft nicht alt aussehen, hat IBM ein Lösungspaket geschnürt.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Damit Unternehmen trotz zunehmender Überalterung der Belegschaft nicht alt aussehen, hat IBM nun ein umfassendes Lösungspaket zusammengestellt. Im Mittelpunkt stehen keineswegs Rezepte, wie man die oft teuren Senioren günstig loswird. Vielmehr will die Konzernsparte IBM Business Consulting Firmen mit Services wie der Analyse der Alterstruktur im Betrieb, speziellen Trainingsprogrammen und Methoden für den Wissenstransfer auf den anstehenden Generationswechsel vorbereiten. "Die Überalterung der Gesellschaft wird eines der größten sozialen und geschäftlichen Probleme im 21. Jahrhundert darstellen", erklärt Mary Sue Rogers, Leiterin von IBMs 3500 Mitarbeiter starken Unternehmenseinheit Human Capital Manangement Consulting Group. Der Bereich reagiere damit auf Anfragen von Kunden, insbesondere aus den USA, Kanada, Skandinavien, Deutschland und Italien.

Viele Organisationen haben zwar das herannahende Problem erkannt, besitzen laut IBM aber nicht die erforderlichen Daten, um das Ausmaß der Risiken zu begreifen. Big Blue bietet den Unternehmen daher Analyse- und Diagnose-Tools an, um sich einen Überblick zu verschaffen. Sind die spezifischen Risiken für verschiedene Bereiche ermittelt, arbeitet der Konzern mit den Kunden daran, den Geschäftsbetrieb entsprechend anzupassen. Dazu zählen unter anderem Strategien für den Wissenstransfer an jüngere Mitarbeiter, damit nach der Pensionierung von erfahrenen Angestellten kein Know-how verloren geht.

Außerdem hilft Big Blue den Kunden dabei, Arbeitsumgebungen altersgerecht zu verändern. Dazu nimmt der Konzern Anleihen bei Programmen zur Anpassung der Arbeitsumgebung an die Bedürfnisse behindertet Mitarbeiter. Nach eigener Darstellung besitzt der Konzern mit diesen HR-Services ein Alleinstellungsmerkmal, da das Thema bislang noch nicht von anderen Beratungsfirmen aufgegriffen worden sei. (mb)