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IBM schließt 1,5-Milliarden-Dollar Outsourcing-Deal mit britischem Ministerium

22.07.2004

Das britische Landwirtschaftsministerium hat mit IBM einen Outsourcing-Vertrag geschlossen, der eine Laufzeit von sieben Jahren hat und ein Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Dollar besitzt.

Big Blues Beratungsdivision Global Services soll dafür die gesamte IT-technische Ausrüstung erneuern. Außerdem wird IBM die Geschäftsanwendungen für die Backoffice- und Desktop-Systeme überarbeiten. So sollen die Mitarbeiter des Ministeriums in den Stand gesetzt werden, flexibler zu arbeiten und auch außerhalb ihrer Büroräume mit Mobiltechnik Aufgaben bewältigen zu können.

Im Zuge der Vertragsumsetzung sollen 330 IT-Mitarbeiter des Ministeriums als Angestellte zur IBM überwechseln. Hier sind allerdings erst noch Verhandlungen mit den Gewerkschaften vonnöten.

Das britische Landwirtschaftsministerium stand in der jüngeren Vergangenheit zweimal heftig in der öffentlichen Kritik. 2001 hatte die Behörde heftige Vorwürfe wegen der Behandlung der seinerzeit grassierenden Maul- und Klauenseuche erfahren. In einem später verfassten Report wurde deshalb auch gefordert, dass das Landwirtschaftsministerium Reformen durchführen müsse. Unter anderem war in diesem Zusammenhang auch verlangt worden, dass die IT-Management-Systeme einer Modernisierung unterworfen werden müssen, um eine umfassendere Datenverarbeitung zu erhalten mit der wiederum schnellere Entscheidungsprozesse realisiert werden könnten. Auch die unbefriedigende Behandlung der Rinderwahnepidemie hatte die Öffentlichkeit zum Anlass genommen, Reformen im Landwirtschaftsministerium zu fordern. Mit der Erneuerung der IT-Infrastruktur soll hier ein wesentlicher Schritt getan werden, zumindest Informationsdefizite zu beheben. (jm)