Hardware mau außer Mainframes

IBM kämpft mit anhaltend schwachem Geschäft

17.10.2013
IBM galt früher als Vorzeigebeispiel dafür, wie ein Unternehmen sich immer wieder neu erfinden und erfolgreich sein kann. Doch seit einiger Zeit läuft es so lala.

Der früher so erfolgsverwöhnte IT-Konzern IBM schwächelt weiterhin. Auch im dritten Quartal schrumpfte das Geschäft mit leistungsstarken Firmenrechnern (mit Ausnahme der Mainframe-Großrechner). Der Umsatz mit Dienstleistungen wie dem Betrieb von Rechenzentren lag ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Software stagnierte nahezu.

IBM-Zentrale in Armonk, US-Bundesstaat New York
IBM-Zentrale in Armonk, US-Bundesstaat New York
Foto: IBM

Der Konzern verlor insgesamt vierProzent an Umsatz auf 23,7 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Dank gleichzeitig gesunkener Kosten und einer niedrigeren Steuerlast stieg der Gewinn dagegen um sechs Prozent auf gut vier Milliarden Dollar.

Mit den Zahlen konnte IBM - Spitzname "Big Blue" - die Anleger nicht begeistern. Der Umsatz lag unter den Erwartungen der Analysten. Nachbörslich fiel die Aktie um sechs Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit mehr als zehn Prozent an Wert verloren.

IBM-Chefin Virginia "Ginni" Rometty hat die Problemfelder weiter auf dem Schirm.
IBM-Chefin Virginia "Ginni" Rometty hat die Problemfelder weiter auf dem Schirm.
Foto: IBM

Konzernchefin Ginni Rometty erklärte zum wiederholten Male, sich um die Problemfelder zu kümmern. Erst vor drei Monaten hatte das Unternehmen Personalmaßnahmen angekündigt, dabei allerdings keine Einzelheiten genannt. Zuvor waren Spekulationen aufgekommen, IBM könne sich von Teilen seines Server-Geschäfts trennen.

IBM befindet sich im dauernden Wandel. Früher waren es Büromaschinen, dann PC und heute vor allem Software und Services, mit denen das Unternehmen aus Armonk im US-Bundesstaat New York sein Geld verdient. Zu den Wachstumsfeldern gehören derzeit das Cloud Computing, die Sicherheit, das mobile Geschäft sowie die Datenanalyse. (dpa/tc)