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IBM gewinnt Rechtsstreit um Pensionspläne

08.08.2006
Ältere Mitarbeiter werden durch die Veränderung der Pensionspläne nicht benachteiligt, sagt ein Gericht in den USA.

IBM hat einen Rechtsstreit um die mögliche Diskriminierung älterer Mitarbeiter durch seine Pensionsregelungen gewonnen. Die in den 90er Jahren geänderten Pensionsansprüche würden ältere Mitarbeiter nicht benachteiligen, urteilte ein US-Bundesgericht am Montag in Chicago. Für den Fall einer juristischen Niederlage hatte IBM Vergleichszahlungen von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar zugestimmt.

Von der Entscheidung zu den sogenannten "cash-balance"-Pensionsplänen sind rund 140.000 ältere IBM-Mitarbeiter betroffen. Diese Pläne sehen für die Beschäftigten virtuelle Konten vor, die bei einem Verlassen des Unternehmens pauschal ausgezahlt werden können. Kritiker erachten das System als attraktiver für jüngere Mitarbeiter, die häufiger den Arbeitgeber wechseln. Ältere Kollegen würden zudem Ansprüche vorenthalten, die ihnen bei den traditionellen Pensionsplänen möglicherweise zugeständen hätten. In den USA haben inzwischen mehr als 1.500 Unternehmen "cash-balance"-Pläne eingeführt.

IBM äußerte sich zunächst nicht zu dem Richterspruch. Vertreter der Kläger sagten, sie wollten den Rechtsstreit weiter verfolgen. Sie sähen in dem Urteil noch nicht das Ende der Auseinandersetzung. IBM-Aktien zeigten sich bis zum Nachmittag im Einklang mit dem Gesamtmarkt leicht im Minus und notierten 0,40 Prozent schwächer bei 75,61 Dollar. (dpa/ajf)