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IBM eröffnet Rechenzentrum für Supercomputing on Demand

24.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM hat im US-Bundesstaat New Jersey ein Rechenzentrum eröffnet, bei dem Kunden Rechnerkapazitäten mieten können. In der "Deep Computing on Demand" genannten Einrichtung steht ein Cluster, der sich aus 500 eServern der Baureihe "x335" und 100 eServern der Serie "p655" zusammensetzt. Laut Dave Turek, Vice President für Deep Computing bei IBM, bietet das Gebäude genug Platz, um den Cluster bei Bedarf um mehrere tausend Rechner zu erweitern.

Mit dem Angebot richtet sich IBM an Anwender, die sehr viel Rechenleistung über einen kurzen Zeitraum benötigen. Dabei sind die Nutzungsmöglichkeiten zunächst eingeschränkt. Anfangs werden lediglich Anwendungen aus der Mineralölindustrie und den Biowissenschaften unterstützt, so Turek. Vorbuchungen betreffen Projekte, die zwei Wochen bis drei Monate dauern.

Einer der ersten Kunden ist der texanische Mineralöl-Dienstleister GX Technology, der die Rechenleistung dazu verwendet, um seismische Analysen zur Identifizierung unterirdischer Ölfelder auszuwerten. Laut Geschäftsführer Mick Lambert will GX Technology auf die Kapazität des Rechenzentrums zurückgreifen, weil der hauseigene aus 4000 Knoten bestehende Cluster bereits ausgelastet ist. Die Konfiguration des IBM-Systems mit der eigenen "EarthWave"-Software sei in wenigen Tagen abgeschlossen. (lex)