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IBM entwickelt messerscharfe Speicher

29.03.2005

MÜNCHEN (COMNPUTERWOCHE) - Das Geschäft mit Blade-Servern läuft für die Anbieter noch nicht nach Wunsch und blieb auch 2004 hinter den Erwartungen zurück: Laut IDG lag in den ersten drei Quartalen 2004 der Anteil der steckbaren Server am Gesamtmarkt nur bei rund fünf Prozent. Trotz der noch geringen Marktbedeutung entwickelt IBM derzeit Speicher-Blades für das hauseigene "Blade-Center"-Konzept.

Die vertikal einbaubaren Speicher sind dazu gedacht, die Boot-Festplatten aller Blade-Server im Chassis auf einem Speicher zu konsolidieren. Das Speicher-Blade benutzt ähnliche Komponenten wie IBMs iSCSI-Array "DS300". Es enthält sechs 2,5-Zoll-Festplatten mit SCSI-Schnittstelle, einen Netzanschluss und eine Karte mit Logikbausteinen. Bestückt mit derzeit verfügbaren Laufwerken bietet das Speicher-Blade, das derzeit von ausgewählten IBM-Kunden getestet wird, eine Kapazität von 700 GB. Die Speicherkarte soll auch über Raid-Funktionalität verfügen, jedoch macht Big Blue noch keine Angaben darüber, welche Sicherheitsstufe man verwenden wird. Das Speicher-Blade soll zum Jahresende auf den Markt kommen.

Zusätzlich zur iSCSI-Variante des Speicher-Blades experimentiert IBM auch mit einer Fibre-Channel-Variante, die zum "DS-4000"-Mittelklassesystem passen würde. Switch-Hersteller wie Cisco, McData und Brocade wollen in Zukunft SAN-Switches für das Blade-Center von IBM anbieten. (kk)