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IBM-Chef Palmisano sieht verbesserte Marktbedingungen

15.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Ansicht von IBM-CEO Sam Palmisano hat sich der IT-Markt bereits wieder stabilisiert. Auf einer Präsentation vor Investoren und Analysten in Boston wollte der Konzernchef zwar nicht das Ende der Branchenkrise ausrufen, erklärte jedoch, die Situation habe sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Wenn die Nachfrage anziehe, so Palmisano, werde das weltweit 1,3 Billionen Dollar schwere IT-Geschäft wieder zu soliden Wachstumsquoten zurückkehren. Die Zeiten, in denen einzelne Innovationen für extreme Wachstumsimpulse sorgten, seien jedoch vorbei.

Laut IBM-Prognose wird die weltweite IT-Industrie bis 2005 ein Drittel des operativen Gewinns mit Beratung und Business-Process-Outsourcing erzielen - im Jahr 2000 lag der Anteil noch bei knapp über einem Fünftel. Was das Hardwaregeschäft anbelangt, so erwartet Big Blue, dass der Ergebnisbeitrag von Servern und PCs bis 2005 von 19 auf zehn Prozent zurückgehen werde. Der Armonker Konzern sieht sich für diesen Wandel gerüstet: So habe man mit dem Kauf der Consulting-Sparte von Price-Waterhouse-Coopers auf den steigenden Beratungsbedarf reagiert, auch die Übernahme von Geschäftsprozessen im Kundenauftrag könne IBM stemmen. Als Konsequenz von der sinkenden Nachfrage nach Hardware verabschiedete sich IBM vom Festplattengeschäft, erklärte Palmisano. Die PC-Sparte hält der Konzernchef jedoch aus Kundensicht nach wie vor für wichtig, falls der Bereich Verluste schreibe, könne sich dies jedoch schlagartig ändern. (mb)