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IBM bohrt mit Numa-Q sein BI-Geschäft auf

30.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM will mit den von Sequent übernommenen Numa-Q-Servern (Numa = Non Uniform Memory Access) seine Business-Intelligence-Lösungen (BI) fördern und dadurch Sun Microsystems gegenüber wettbewerbsfähiger sein. Die McNealy-Company gilt als Hauptkonkurrent im High-End-BI-Geschäft. Big Blue gab bekannt, im Dezember ein 13 Millionen Dollar teures Teraplex Integration Center zu eröffnen, in dem Anwender ihre BI- und Data-Warehousing-Implementierungen mit der Numa-Q-Technologie testen können. Für seine eigenen Plattformen RS/6000, AS/400, S390 und Nefinity hat IBM bereits vier Teraplex Center ins Leben gerufen.

Das neue Zentrum wird hauptsächlich mit ehemaligen Sequent-Mitarbeitern besetzt werden. Es wird sich zunächst auf IBMs "DB2" und Oracle-Datenbanken konzentrieren. Im kommenden Monat soll die "DB2 Extended Enterprise Edition" auf den Markt kommen, mit der Big Blue Oracles Datenbanken im High-End-BI-Markt herausfordern will. Noch befindet sich DB2 auf Numa-Q in der Betaphase; es soll nach Angaben des Unternehmens Anfang 2000 erhältlich sien.

Bei der Numa-Q-Technologie handelt es sich um eine Multi-Prozessor-Architektur, mit der sich aus Standardkomponenten - etwa Platinen von Intel - Hochleistungsrechner mit derzeit maximal 64 Intel-CPUs (256 bereits in Planung) zusammenbauen lassen.