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IBM bohrt 3590-Bandspeicher auf

02.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit dem neuen Bandspeicherlaufwerk "3590 Model H" hat IBM einen Kapazitätssprung um 50 Prozent erreicht. Im Gegensatz zu den bisherigen B- und E-Modellen mit 40 GB unkomprimierter Kapazität speichert das Gerät 60 GB Daten unkomprimiert (180 GB komprimiert) auf eine eine Kassette. Die Medien sind dabei die gleichen - möglich macht die größere Datenmenge ein neuer Schreib-Lese-Kopf mit mehr Spuren. Der Datendurchsatz ist bei allen drei Varianten mit 14 MB pro Sekunde identisch.

Das 3590 Model H kostet nach Liste (ohne Silo oder Loader) 43.500 Dollar. Bestandskunden mit B- und E-Laufwerken können allerdings für 12.000 Dollar upgraden. "Wir erwarten, dass die Kunden dies gern annehmen werden", erklärte IBM, das die älteren 3590-Modell nach eigenen Angaben über 100.000 mal verkauft hat. Bei typischen Installationen sei ein Update billiger als eine Erweiterung der bestehenden Bandbibliothek.

Gleichzeitig hat Big Blue das Policy Based Management seines "Virtual Tape Server Controller" verbessert, der auf pSeries-Servern läuft. Möglich ist nun unter anderem das so genannte Volume-Pooling, bei der sich Bänder beispielsweise nach Server, SSP-Kunde oder Core-Recovery-Set zu Gruppen zusammenfassen lassen. Ebenfalls möglich sind zeitgleiche Doppelkopien für gesteigerte Sicherheit. Last, but not least unterstützt der VTS nun auch FICON-Anschlüsse Zuvor waren bereits SCSI, Fibre Channel und ESCON möglich. (tc)