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Hynix erhöht seine DRAM-Preise um 30 Prozent

03.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach zwei kleineren Preisrunden Ende vergangenen Jahres hat der koreanische DRAM-Spezialist (Dynamic Random Access Memory) Hynix gestern die Vertragspreise für seine Speicherchips im Schnitt um 30 Prozent erhöht - argwöhnisch beobachtet von den Konkurrenten Micron Technology, Samsung und Infineon, die allesamt ein Ende des mörderischen Preisverfalls herbeisehnen. "Wenn der Markt das mitmacht, dann ziehen wir nach", erklärte beispielsweise Micron-Sprecher Sean Mahoney. Hynix begründete seinen Schritt mit der durch Windows XP angekurbelten PC-Nachfrage sowie einem PC-Boom in China.

Analysten beurteilen die Situation allerdings weiterhin vorsichtig. "Keine Frage, das Angebot ist knapper geworden", meint etwa Drew Peck von SG Cowen Securities. "Aber das ist noch keine Garantie für anhaltend höhere Preise." "Die Chiphersteller verkaufen immer noch weit unter Produktionskosten", warnt Jon Woo-Jong von SK Securities. "Um die Kosten zu decken, ist ein Preis von wenigstens 3,20 Dollar nötig." Trotz leichter Erholung in den vergangenen Wochen lagen die Preis für 128-Mbit-Chips (16x8) am DRAM-Spotmarkt gestern laut "DRAMexchange" jedoch noch bei durchschnittlich 2,68 Dollar. (tc)