MWC

HTC will auch Windows Phone 7 eigenes Gesicht verpassen

18.02.2010
HTC will sich auch bei Smartphones mit Microsofts neuem Betriebssystem Windows Phone 7 deutlich von der Konkurrenz absetzen.
Peter Chou und Microsoft-Boss Ballmer (beim MWC 2009)
Peter Chou und Microsoft-Boss Ballmer (beim MWC 2009)

"Wir haben eine ausgeprägte Innovationskultur, das ist unser großer Vorteil", sagte der Chef des taiwanischen Smartphone-Spezialisten, Peter Chou, am Mittwoch in Barcelona. Und die Partnerschaft mit Microsoft sei "nach wie vor sehr intensiv".

Microsoft hatte das komplett neuentwickelte Betriebssystem Windows Phone 7 Series diese Woche auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vorgestellt und viel Lob in der Branche erhalten. Anders als bei den Vorgängersystemen Windows Mobile setzt der Softwarekonzern nun auch auf eine intuitive und fingergesteuerte Benutzerführung, will allerdings die Hardware enger vorgeben als in der Vergangenheit. HTC hatte jedoch bislang mit seiner selbst entwickelten Benutzeroberfläche "Sense" den Erfolg von Windows-Mobile-Geräten maßgeblich vorangetrieben und sich als Markenhersteller etabliert.

Auf welche Weise sich der taiwanische Smartphone-Bauer mit seinen Windows-Phone-Geräten nun von den Konkurrenzanbietern abheben wolle, ließ Chou allerdings offen. "Wir machen keineswegs immer alles gleich", sagte Chou. "Innovation kommt nicht immer auf dem selben Weg, da muss man abwarten und sehen."

Was wäre WM 6.5 ohne HTC Sense?
Was wäre WM 6.5 ohne HTC Sense?

HTC ist einer der ältesten und wichtigsten Partner von Microsoft im Markt für Smartphones. Vor rund drei Jahren hatte das Unternehmen damit begonnen, sich von einem Auftragsfertiger zu einem Hersteller mit eigenem Markennamen in der Branche zu entwickeln.

Inzwischen steuern Smartphones mit Microsofts Betriebssystem allerdings nur noch rund 20 Prozent zum Umsatz bei, der größte Teil entfällt bei HTC auf Geräte mit dem von Google initiierten Open-Source-Betriebssystem Android. Der Erfolg der Zusammenarbeit mit dem Suchmaschinen-Giganten gründe sich vor allem auf eine tiefe Freundschaft mit Android-Entwickler Andy Rubin, so Chou. (dpa/tc)