OpenSense SDK

HTC lockt Android-Entwickler

03.06.2011
Von pte pte
Der Smartphone-Hersteller HTC lockt Android-Entwickler mit der Möglichkeit, ihre Apps besser in die hauseigene Nutzeroberfläche "Sense" zu integrieren.
HTC-Chef Peter Chou
HTC-Chef Peter Chou

Wie das Unternehmen im Rahmen der Qualcomm-Konferenz Uplinq bekannt gegeben hat, startet im Sommer das Entwicklerprogramm "HTCdev" . Zeitgleich wird das "OpenSense SDK" erscheinen, das App-Programmierern eine 3D-Darstellung unter Sense ebenso ermöglicht wie den Zugriff auf den "Magic Pen" beim Tablet Flyer.

Wie HTC-CEO Peter Chou im Rahmen der Uplinq betont, hat der Hersteller im Jahr 2010 mit rund 25 Millionen Smartphones mehr als doppelt so viele Geräte verkauft wie 2009. Das ist ein selbst für den rasant wachsenden Smartphone-Markt beachtlicher Anstieg. Chou verwies daher auch auf aktuelle Canalys-Statistiken, nach denen HTC im ersten Quartal 2011 bereits Android-Marktführer in den USA war. Nun will der Konzern seine Position sichtlich dadurch weiter stärken, seine Geräte für Entwickler noch attraktiver zu machen - durch das Entwicklerprogramm HTCdev.

Im Zentrum des Programms wird das OpenSense SDK stehen. Dieses verspricht Entwicklern eine nahtlose Integration ihrer Android-Apps in HTCs Nutzeroberfläche Sense 3.0. Die Webseite verspricht dazu Codebeispiele und Tutorials. Das betrifft beispielsweise den Umgang mit 3D-Displays wie beim Smartphone "Evo 3D". Das Tablet Flyer nutzt ebenfalls Sense 3.0, sodass Entwickler auch hier profitieren sollen. In Aussicht steht ein Zugriff auf den speziellen Stylus, das wohl wichtigste Unterscheidungsmerkmal des HTC-Tablets. Noch ist aber nicht klar, wie viel Freiheit Entwickler bei der Nutzung des Magic pen bekommen.

Chou zufolge ist HTC bereits der zweitgrößte Android-Entwickler nach Google und der Schwerpunkt von HTCdev liegt zunächst klar auf Android. Doch stellt der HTC-Chef im Rahmen der Uplinq klar, dass das Unternehmen auch in Zukunft zweigleisig fahren und Geräte mit Windows Phone auf den Markt bringen wird. Das begründet er auch mit der großen Rolle, die Microsoft in HTCs Geschichte gespielt hat. Der taiwanische Hersteller hatte unter anderem das erste Windows-Smartphone überhaupt, das erste 3G-Handy mit Microsoft-Betriebssystem und das erste Gerät mit Windows Mobile 5.0 gefertigt. (pte)