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Großinvestor wettert gegen AOL/Google-Deal

20.12.2005
Carl Icahn, Anteilseigner der AOL-Mutter Time Warner, hält wenig von einem Einstieg Googles beim Online-Dienst.

Hedge-Fund-Investor Carl Icahn ist nicht gut auf das Time-Warner-Management zu sprechen. Seiner Meinung nach tut die Firmenleitung zu wenig, um den Wert des Unternehmens zu steigern. Den vom Management eingefädelten Deal, der eine Beteiligung von Google an AOL vorsieht, weist er als untauglich zurück.

Der Suchmaschinenmarktführer steht offenbar kurz vor der Unterzeichnung eines Vertrags mit dem Online-Dienst. Demnach erwirbt Google fünf Prozent der Anteile an AOL, was etwa eine Milliarde Dollar einbringen würde. Ferner sollen beide Unternehmen in Sachen Internet-Werbung gemeinsame Sache machen (siehe AOL zieht Google Microsoft vor).

Icahn meint, dass der Online-Versteigerer Ebay und der Internet-Mischkonzern IAC/Interactive Corp., der im Sommer die Suchmaschine Ask Jeeves gekauft hatte, besser geeignet seien, mit AOL zusammenzuarbeiten. Würde Google den Zuschlag bekommen, wären Partnerschaften mit anderen Firmen nicht mehr möglich. (fn)