Offener Brief

Großinvestor Icahn mischt sich erneut bei Apple ein

09.10.2014
Apples unbequemer Großinvestor Carl Icahn startet einen neuen Angriff auf die Bargeld-Reserven des iPhone-Riesen.

In einem offenen Brief an Konzernchef Tim Cook forderte Icahn am Donnerstag eine Ausweitung der Aktienrückkäufe. Die Börse reagierte relativ gelassen. Apples Anteilsscheine notierten vorbörslich leicht im Plus.

Cook und Co machen einen klasse Job,sagt Carl Icahn - nur wüssten die Anleger das nicht ausreichend zu schätzen...
Cook und Co machen einen klasse Job,sagt Carl Icahn - nur wüssten die Anleger das nicht ausreichend zu schätzen...
Foto: Apple

Seine Forderung trug Icahn mit einer Charme-Offensive vor: Cook und sein Team lieferten exzellente Arbeit, Anleger würden das jedoch nicht ausreichend schätzen, deshalb sei Apple - gerade von Interbrand zum zweiten Mal in Folge zur wertvollsten Marke der Welt gekürt - an der Börse unterbewertet. Um den Kurs auf ein angemessenes Niveau zu hieven, solle das Unternehmen mehr eigene Aktien zurückkaufen.

Icahn war 2013 in größerem Stil bei Apple eingestiegen und hatte dann lautstark nach einer Ausweitung der Aktienrückkäufe verlangt. Im Februar gab er vorerst Ruhe. Zur Wochenmitte hatte der Investor dann einen "interessanten Brief" an Apple-CEO Cook angekündigt.

Zuletzt konnte Icahn einen Triumph durch die von ihm geforderte Trennung Ebays von der Tochter PayPal verbuchen, gegen die sich der Konzern lange gesträubt hatte. Der Online-Bezahldienst PayPal soll im kommenden Jahr an die Börse gebracht werden. (dpa/tc)