Stellenmarkt

Großer Engpass bei IT-Fachkräften

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
Die Zahl der freien Jobs für IT-Experten ist 2011 um 10.000 Stellen angewachsen. Damit sind in der Branche derzeit 38.000 Stellen unbesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt der Hightech-Verband Bitkom in einer Umfrage unter 1500 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen.
Gesuchte Profile in der IT: Entwickler sind am IT-Arbeitsmarkt besonders begehrt.(Angaben in Prozent; Quelle: Bitkom)
Gesuchte Profile in der IT: Entwickler sind am IT-Arbeitsmarkt besonders begehrt.(Angaben in Prozent; Quelle: Bitkom)

Vor allem Softwarespezialisten werden händeringend gesucht, gefolgt von Marketing- und Vertriebsexperten sowie IT-Beratern. Auf Anwenderseite sind 22.000 Stellen frei.

"Der Trend geht zu technisch und organisatorisch sehr anspruchsvollen Tätigkeiten, die eine fundierte Ausbildung erfordern", sagt Bitkom-Präsident und Datev-Vorstandsvorsitzender Dieter Kempf. Erfreulich sei die positive Entwicklung bei den Gehältern. Im Schnitt verdienen IT-Profis 4,7 Prozent mehr als 2010.

Mitarbeiter suchen IT-Firmen vor allem mit Praktika und Werkstudenten-Jobs. Jeder zweite Betrieb bildet selbst aus. Hilfreich wären laut Bitkom auch Bildungsreformen wie Informatik als Pflichtfach und eine Qualifizierungsoffensive, die speziell Frauen mehr fördert. Zudem fordert der Verband, die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte zu erleichtern. So sollten IT-Profis ähnlich wie Ingenieure und Mediziner von der Vorrangsregelung ausgenommen werden. Noch muss die Arbeitsagentur prüfen, ob den IT-Job nicht auch ein Deutscher oder anderer EU-Bürger machen könnte. Der Mindestverdienst, den IT-Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Ausland für ihre Zulassung brauchen, sollte von derzeit 66.000 Euro im Jahr auf 40.000 Euro gesenkt werden, so Kempf: "Deutschland schottet seinen Arbeitsmarkt noch zu sehr ab."