GPS-Handys beleben den Absatz mobiler Navigationssysteme

06.03.2008
Die Marktforscher von Strategy Analytics haben ihre neueste Studie zum Thema Navigationsgeräte veröffentlicht. Demnach erwarten die Analysten ein deutliches Wachstum der Umsatz- und Verkaufszahlen bis 2014. Treibende Kraft sind die GPS-fähigen Mobiltelefone.

Die Marktforscher von Strategy Analytics erwarten, dass sich der Umsatz durch mobile Navigationssysteme bis 2014 um 70 Prozent erhöht. Das wäre eine Steigerung von 19,4 Milliarden US-Dollar in 2007 auf 33 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014. Der Absatz wird sich voraussichtlich von 55,5 auf 186,3 Millionen Einheiten verdreifachen.

Der Aufschwung wird weitgehend durch die neuen Navigationslösungen auf modernen Mobiltelefonen möglich. Waren 2007 nur 7 Prozent aller Handys in Deutschland GPS-tauglich, sollen es in den kommenden vier Jahren 38 Prozent sein. In den USA werden schon heute 46 Prozent der Mobiltelefone mit GPS ausgestattet. 2012 soll der Wert auf 86 Prozent wachsen. Da viele GPS-Lösungen auf den Handys nicht kommerziell sind, werde das Umsatzwachstum deutlich hinter dem Absatzwachstum zurückbleiben, erwarten die Marktforscher.

Wie das Analystenhaus bereits in einer Marktanalyse über LBS (Local Based Services) Ende 2007 mitteilte, werden Kooperationen wie Nokia-Navteq den Markt beleben. Bereits damals war die einhellige Meinung, dass Handy-Hersteller ohne starken Partner aus der LBS-Branche schnell Boden auf Nokia verlieren würden. Davon ausgehend werden die Hersteller auch in den kommenden Jahren vermehrt ihre Produktpalette auf die Nutzung von GPS und Navigations-Software der Geräte ausbauen.

Noch liegt der weltweite Anteil an Handys im Navigationsgerätesegment bei 26,3 Prozent. Bis 2014 soll dieser Wert auf 40,4 Prozent steigen. Im Gegensatz dazu fallen die Anteile von tragbaren Navigationsgeräten (48,3 auf 45,3 Prozent), PDA-Lösungen (6,1 auf 2,5 Prozent) und in Autos integrierten Geräten (19 auf 11,9 Prozent).

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