Gotwind will Handyakkus mit Windenergie aufladen

06.07.2007
Was tun, wenn der Akku des neuen Smartphones wieder einmal vorzeitig die Segel streckt und keine Steckdose in der Nähe ist? Eine Lösung für das ärgerlichste Problem der Mobilfunkerei hat sich der Windenergie-Spezialist Gotwind ausgedacht: ein transportables Windrad.

Was haben sich die Düsentriebe und Helferleins dieser Welt nicht schon alles einfallen lassen, um ihr Handy aufzuladen, wenn es abseits jeglicher herkömmlichen Stromversorgung seine Lebensgeister aushaucht. Der Akku für den Akku und Solarkollektoren sind gängige Ideen, aber es gibt auch Versuche, Geräte mit Methanol zu betreiben oder sogar nur mit Wasser. Jetzt wirds stürmisch: Der britische Netzbetreiber Orange stellt in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten Gotwind ein Windrad vor, das - angemessene Luftbewegung vorausgesetzt - fast jeden Handyakku aufladen soll.

Die Turbine sieht aus wie ein handelsüblicher Ventilator und wiegt nur 150 Gramm. Gotwind benutzt eine horizontalachsige Standard-Windturbine mit sechs Propellern, die insgesamt einen Durchmesser von 30 cm haben. Die Turbine erzeugt eine maximale Leistung von einem halben Watt. Wer ordentlich Puste hat oder sich nicht zu schade ist, seinen "Tischventilator" auf offener Straße auszupacken, soll sein Handy mit dem Windrad innerhalb von zwei Stunden wieder voll aufladen können. In erster Linie ist das innovative Zubehör natürlich für den Outdoor-Einsatz gedacht: Die Gotwind-Entwickler haben zusätzlich eine Vorrichtung entwickelt, mit der man das Windrad auf nahezu jedes Zelt schnallen kann.

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