IT-Verfahren Personalmanagement

Gemeinsames IT-Projekt startet

Johannes Klostermeier
Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public ICT, Telekommunikation und Social Media.
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Die norddeutsche IT-Kooperation nimmt Fahrt auf: Schleswig-Holstein und Hamburg wollen künftig auch beim Personalmanagement enger zusammen arbeiten.
Foto: Werner Heiber - Fotolia

Schleswig-Holstein und Hamburg wollen ein gemeinsames IT-System zur Unterstützung des Personalmanagements kaufen und betreiben. Dazu gehören etwa Gehaltszahlungen, Bewerbungsverfahren, Online-Anträge zur Reduzierung der Arbeitszeit um in Teilzeit zu arbeiten. Für das gemeinsame System wurde jetzt der Firma P&I Personal & Informatik mit Sitz in Wiesbaden der Zuschlag erteilt. Auch andere Länder und Kommunen in Deutschland arbeiten bereits mit demselben Programm.

Bislang nutzt jedes Land für das Personalmanagement seine eigenen Anwendungen. Diese genügen aber nicht mehr den technologischen Ansprüchen für eine moderne Personalarbeit, teilten die Länder mit. Im Januar 2009 hatten Hamburg und Schleswig-Holstein dazu ein Verwaltungsabkommen geschlossen. Beide Seiten beschlossen damals das IT-Projekt „Kooperation Personaldienste“.

Mit dem aktuellen Zuschlag habe man nun einen "wichtigen Meilenstein des ambitionierten Projektzeitplans" erreicht, teilten die beiden Länder mit. Die Beschaffungskosten belaufen sich für Hamburg den Angaben zufolge auf rund 17 Millionen; sie sind durch das Projektbudget abgedeckt.

„Bereits in den Voruntersuchungen wurde deutlich, dass die gemeinsame Beschaffung eines einheitlichen IT-Verfahrens für beide Länder günstiger ist als eine getrennte Beschaffung“, sagte Christoph Krupp. Er ist als Staatsrat für das Personalamt in Hamburg verantwortlich und zugleich Chef der Hamburger Senatskanzlei. Das gelte auch für die zukünftigen Betriebskosten. Im Zuge der Einführung des neuen IT-Systems könnten außerdem die Personalprozesse weiter standardisiert und stärker integriert werden. Das senke langfristig auch die Kosten für die hamburgische Verwaltung insgesamt und sei gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur E-Government-Strategie des Senats.