Kleine Helfer

Gegen den USB-Buchstabensalat

Wolfgang Miedl arbeitet Autor und Berater mit Schwerpunkt IT und Business. Daneben publiziert er auf der Website Sharepoint360.de regelmäßig rund um Microsoft SharePoint, Office und Social Collaboration.
Wer die Laufwerkszuordnung von USB-Geräten im Windows Explorer selbst in die Hand nehmen will, ist mit "USB DLM" gut bedient.

USB-Sticks, externe Festplatten oder Speicherkartenleser - ein PC lässt sich heute wie ein Christbaum mit Zusatzgeräten behängen. Wer dann allerdings etwas durcheinander kommt, das ist der Windows Explorer: Selbst wenn man immer dieselben zwei oder drei Speichererweiterungen anstöpselt, ändern sich je nach Reihenfolge ständig die Laufwerksbuchstaben, weil Windows bei der Vergabe der Lettern stur nach der Reihenfolge des Einsteckens vorgeht.

Besonders ärgerlich ist das in Situationen, wenn ein Konflikt mit gemounteten Netzlaufwerken entsteht, oder aber dort, wo beispielsweise Backup- oder Synchronisations-Tools die Daten auf eine externe Festplatte mit einem bestimmten Buchstaben schreiben wollen.

Wer dann nicht immer wieder zu Fuß in der Datenträgerverwaltung die Laufwerksbuchstaben neu sortieren möchte, sollte einen Blick auf das Tool "USB Drive Letter Manager 4.3.2" werfen. Das kleine Programm automatisiert die Zuordnung von Buchstaben für USB-Geräte und bietet dabei eine Vielzahl von Möglichkeiten an, von festen Buchstaben für bestimmte Geräte bis zur Definition eines Alphabet-Bereichs für Festplatten und Sticks.

Leider gestaltet sich die erste Konfiguration des Tools etwas umständlich: Zunächst muss das Downloadarchiv in den gewünschten Ordner wie C:\Tools\USBDLM entpackt und anschließend noch das Skript _install.cmd ausgeführt werden. Immerhin startet damit der Dienst und lädt sich ab nun bei jedem Systemstart automatisch. Wichtig ist nun noch die Konfiguration über die INI-Datei. Dazu muss die mitgelieferte Beispieldatei USBDLM_sample.INI zunächst umbenannt werden in USBDLM.INI. Die beiliegende Hilfedatei liefert immerhin detaillierte Hinweise zum Editieren. Sollen beispielsweise alle USB-Laufwerke künftig den Buchstabenbereich V bis Z belegen, so lautet der entsprechende Abschnitt: "[DriveLetters10], Letters=V-Z". Die Einstellmöglichkeiten sind sehr granular - so können beispielsweise Buchstaben an Datenträgernamen geknüpft werden (etwa: VolumeLabel1=USB-Stick8GB) oder aber nach Kriterien wie Datenträgergrößen, Partitionsnummern oder sogar eingeloggtem Benutzer vergeben werden.

Auch den bei Multicard-Lesegeräten gängigen Buchstabensalat mit unbenutzten Einschüben beseitigt das Tool, indem alle leeren Slots ausgeblendet werden. USB Drive Letter Manager 4.3.2 lässt sich unter www.uwe-sieber.de/usbdlm.html herunterladen. Er ist für Privatanwender kostenlos, die Preise für gewerbliche Anwender beginnen bei 10 Euro für die Einzelplatzlizenz.

CW-Fazit

USB-Laufwerke und Sticks erzeugen im Explorer ein Buchstabendurcheinander, das der USBDLM wieder elegant in Ordnung bringt.