Digitalkamera

Fujifilm X-S1 im Test

Verena Ottmann ist seit 16 Jahren bei PC-WELT für Hardware-Themen zuständig. Mit Ratgebern, Tests und Tipps informiert sie im Heft und auf den Online-Plattformen über Wissenswertes rund um Digitalkameras und externe Festplatten. Außerdem kümmert sich Verena Ottmann als Heftkoordinatorin um die Planung und Realisierung der AndroidWelt. Privat interessiert sie sich für alles, was man auf dem Fernseher oder der Stereoanlage ausgeben kann.
Die Fujifilm X-S1 ist zwar "nur" eine Bridge-Kamera, wiegt aber soviel wie ein ausgewachsenes Spiegelreflexmodell. Lesen Sie im Test, ob auch die Bildqualität der Fujifilm X-S1 mit der einer DSLR mithalten kann.

Auf den ersten Blick wirkt die Fujifilm X-S1 wie eine Spiegelreflexkamera - nur, dass ihr manuell bedienbares Objektiv fest montiert ist und eine Brennweite von 24 bis 624 Millimetern bietet. Die Lichtstärke der Linse liegt bei 2,8, der CMOS-Sensor mit 12 Megapixeln ist 2/3 Zoll groß. Den Abschluss der DSLR-ähnlichen Ausstattung bildet der hochauflösende elektronische Sucher.

Bildqualität: Wenig Bildrauschen, dafür kleine Probleme bei der Auflösung

Das 26fach-Zoomobjektiv der Fujifilm X-S1 deckt einen Brennweitenbereich von 24 bis 624 Millimeter ab.
Das 26fach-Zoomobjektiv der Fujifilm X-S1 deckt einen Brennweitenbereich von 24 bis 624 Millimeter ab.
Foto:

Die Auflösung der Fujifilm X-S1 verlief bei kurzer und langer Brennweite nahezu konstant. Lediglich bei mittlerer Brennweite ergaben die Tests einen Abfall des Wirkungsgrads um gut 30 Prozentpunkten zum Bildrand. Insgesamt schaffte die Fujifilm X-S1 dadurch einen befriedigenden Wirkungsgrad, der umgerechnet einer Auflösung von 4,6 Megapixeln entspricht. Deutlich besser schnitt die Bridge-Kamera hinsichtlich des Bildrauschens ab. Sogar bei ISO 3200 waren die Bildfehler zu vernachlässigen - auch ohne den speziellen EXR-Modus für optimales Rauschverhalten.

BILDQUALITÄT

Fujifilm X-S1 (Note 1,93)

Wirkungsgrad / effektive Auflösung

62,50 % / 4,61 Megapixel

Bildrauschen: bei ISO 100 / 200 / 400 / 800 / 1600

2,23 / 2,55 / 2,64 / 2,94 / 3,24

Darstellbare Blendenstufen (Eingangsdynamik)/ Helligkeitsstufen (Ausgangsdynamik)

8,5 / 246

Scharfzeichnung

16,40 %

Randabdunklung: Weitwinkel / Normal / Tele

0,3 / 0,2 / 0,3 Blenden

Verzeichnung: Weitwinkel / Normal / Tele

-0,9 / 0,2 / 0,3 %

Auch die Eingangsdynamik war hoch, so dass die Kamera auch kontrastreiche Motive darstellen kann, ohne Details in den Schatten und Lichtern zu verlieren. Die Ausgangsdynamik fiel dagegen etwas schlechter aus. Sie gibt Auskunft über die Anzahl der Helligkeitsstufen, die eine Kamera zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen produziert. Die Helligkeit verlief über den gesamten Brennweitenbereich nahezu konstant, und auch in punkto Verzeichnung hatten wir nicht viel am Objektiv auszusetzen: Lediglich im Weitwinkelbereich stellten wir einen leicht erhöhten Wert fest.