Digitalkamera

Fujifilm Finepix X100 im Test

22.06.2011
Von Verena  Ottmann
Die Fujifilm Finepix X100 ist keine Digitalkamera für den Massenmarkt: Sie arbeitet mit 23-Millimeter-Festbrennweite, und für das Einstellen von Blende und Verschlusszeit hat sich der Hersteller auch etwas Besonderes einfallen lassen. Lesen Sie den Test.
Fujifilm Finepix X100 im Test
Fujifilm Finepix X100 im Test
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Bei der Fujifilm Finepix X100 macht schon das Auspacken Freude: Die Digitalkamera kommt in einem sehr edel anmutenden aufklappbaren Pappkarton, der mit Glanzstoff ausgeschlagen ist. Das passt optisch sehr gut zur X100, deren Äußeres Puristen und technikbegeisterte Fotofreunde gleichermaßen ansprechen dürfte.

Ausstattung: Durch ihr Leder-Design und das wertige Metallgehäuse bekommt die Fujifilm Finepix X100 einen edlen Retro-Look, der auch den einen oder anderen Analog-Fotografen ins digitale Zeitalter locken könnte. Dazu kommt ein Fujinon-Objektiv mit 23-Millimeter-Brennweite und einer Anfangslichtstärke von F2. Der APS-C-Sensor ist größer als der einer "normalen" Kompaktkamera, was dem Rauschverhalten der Fujifilm Finepix X100 zugute kommt. Die Fujifilm Finepix X100 nimmt auch RAW-Bilder auf. Sie aktivieren den Modus über einen separaten Knopf auf der Gehäuserückseite. Außerdem hat die Kamera einen zuschaltbaren Graufilter, der gegen Überbelichtung helfen oder Bewegungsunschärfe erzeugen kann. Videos sind mit 1280 x 720 Bildpunkten und 24 Bildern pro Sekunde möglich.

Bildqualität: Die Fujifilm Finepix X100 erzeugte selbst bei hohen ISO-Werten sehr wenig Bildrauschen. Allerdings verlief die Auflösung zum Bildrand hin steil nach unten, weshalb die Kamera einen nur befriedigenden Wirkungsgrad erzielte. Dafür war der Dynamikumfang hoch, was bedeutet, dass die Fujifilm Finepix X100 auch kontrastreiche Motive abbilden kann, ohne dass Details in den Lichtern und Schatten verloren gehen. Hinsichtlich Verzeichnung und Randabdunklung verhielt sich das Fujinon-Objektiv ebenfalls unauffällig.

Handhabung: Bei der Fujifilm Finepix X100 ist das Einstellen von Blende und Belichtungszeit besonders schön gelöst. Die Blende ändern Sie nämlich direkt am Objektiv über einen drehbaren Ring. Für die Belichtungszeit steht ein eigener Drehregler auf der Kameraoberseite bereit. Gleiches gilt für die Belichtungskorrektur. Über einen Kippschalter an der Vorderseite des Kameragehäuses wechseln Sie zwischen optischem und elektronischem Sucher. Dadurch sind Sie sehr flexibel, was das Sucherbild angeht: Sie haben einerseits das helle Bild des optischen Suchers, der einen größeren Bildausschnitt anzeigt und den Aufnahmebereich durch einen Rahmen kennzeichnet. Mit dem elektronischen Sucherbild können Sie die Tiefenschärfe und den Weißabgleich kontrollieren.

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