Frankfurt wird Hauptstadt für eTicketing

25.10.2007
Die Bushaltestellen und Bahnstationen im Frankfurter Stadtgebiet werden bis Ende 2007 komplett mit NFC ausgerüstet. Damit ist es Kunden der Verkehrsbetriebe Frankfurt möglich, an jeder Haltestelle mit dem NFC-fähigen Handy einen Fahrschein zu kaufen und Informationen zu Abfahrzeiten abzurufen. Bundesweit entsteht das größte zusammmenhängende NFC-Netz, das für alle Verbraucher zugänglich ist.

Near Field Communication (NFC) ist eine Technologie, die seit Jahren auf ihren Durchbruch wartet. Zwar führte die Industrie zahlreiche Verbrauchertests und Pilotprojekte durch, ein wirtschaftlicher Erfolge blieb bislang allerdings aus. In Frankfurt am Main wird sich das ändern.

Seit Juli 2007 haben rund 300 Teilnehmer ein neues Informations- und Ticketing-System für NFC-fähige Mobiltelefone getestet. Die von der Verkehrsgesellschaft Frankfurt an 60 Haltestellen installierten ConTags (passive NFC-Funkchips) ermöglichen den Kauf einen eTickets mit nur drei Klicks und geben dem Nutzer weitere Informationen über Abfahrtzeiten aufs Handydisplay. Jetzt haben sich der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und dessen Partner Nokia, T-Systems, traffiQ und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt entschieden, das Netz auf die gesamte Stadt auszuweiten.

Durch den Test sieht der RMV seine Überlegungen bestärkt, in den kommenden Jahren die NFC-Technologie verbundweit allen Fahrgästen zur Verfügung zu stellen. In Studie gaben 92 Prozent der befragten Tester an, das "HandyTicketing" des RMV weiterhin nutzen zu wollen. Die digitale Form der NFC-Tickets gegenüber Papierfahrscheinen ist für sie ein großer Vorteil. 5 Prozent der Teilnehmer äußerten sich kritisch, dass bisher zu wenig Haltestellen mit NFC ausgestattet seien.

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