Release Candidate

Firefox 4 nähert sich der Vollendung

Thomas Cloer
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Mozilla hat den (ersten?) Release Candidate seines nächsten Browsers "Firefox 4" veröffentlicht.
Das komplette Menü verbirgt sich in Firefox 4 (unter Windows und Linux) im orangenen Firefox-Button oben links.
Das komplette Menü verbirgt sich in Firefox 4 (unter Windows und Linux) im orangenen Firefox-Button oben links.

Gegenüber den letzten Beta-Versionen sind keine neuen Features hinzugekommen. Verbessert wurde den Release Notes zufolge nur die generelle Stabilität, Geschwindigkeit und Kompatibilität. Firefox 4 RC steht in 79 Sprachen und wie üblich in Versionen für Windows, Mac OS X und Linux zum Download bereit. Mozilla erachtet ihn für ausreichend stabil und sicher für den täglichen Gebrauch - trotzdem sollte man natürlich davon absehen, Vorab-Software auf Produktivsystemen einzusetzen.

Firefox 4 basiert auf der Version 2.0 der Mozilla-Rendering-Engine "Gecko" und bringt gegenüber der Vorversion 3.6.x eine Reihe wichtiger Verbesserungen und Weitentwicklungen mit. Sofort ins Auge fällt die neu gestaltete Benutzeroberfläche mit "Tabs on Top" und dem - unter Windows und Linux - in einem einzigen orangen Firefox-Button links oben eingedampften Menü. Die Tabs lassen sich nun in einer "Panorama"-Ansicht umsortieren und gruppiere. Ständig genutzte Web-Applikationen kann der Nutzer zudem in Form eines "App-Tabs" dauerhaft verewigen. Ebenfalls neu gestaltet wurde die Verwaltung von Lesezeichen/Bookmarks und Add-ons.

Über die neue Funktion "Firefox Sync" kann der Mozilla-Browser persönliche Daten wie Chronik, Lesezeichen, offene Tabs und Formulardaten via Cloud über mehrere Rechner und mobile Endgeräte abgleichen. So findet man auf allen benutzten Firefox-Browsern die gleiche Arbeitsumgebung vor.

Auch unter der Firefox-Haube hat sich eine Menge getan. Die neue JavaScript-Engine "JägerMonkey" macht modernen Web-Anwendungen Beine. Ein neuer Parser bringt Unterstützung für HTML5-Elemente wie Web-Video (inklusive WebM) und -Audio (mit eigener Mozilla Audio API), Drag and Drop, File Handling und Formulare. Mit der Unterstützung für WebGL hält 3D-Grafik Einzug. Und apropos Grafik: Die beschleunigt Firefox nun auch via Hardware - dazu greift der Browser unter Windows auf Direct2D und Direct3D zurück, auf dem Mac auf OpenGL.

Dazu kommen noch weitere Neuerungen wie Unterstützung für neue CSS3-Features (Transitions, Transformations), Ablaufen von Plug-ins in einem eigenen Prozess, Multi-touch-Unterstützung im Zusammenspiel mit Windows 7, besserer Support für OpenType-Schriften in Webseiten (Kerning, Ligaturen), die Möglichkeit, SVG-Vektorgrafiken als Bilder und Hintergründe zu verwenden, Location Aware Browsingeine Web-Konsole zur Analyse dynamischer Seiten, sowie last but not least Verbesserungen in Sachen Sicherheit und Datenschutz wie Do Not Track (DNT), Content Security Policy (CSP) und HTTP Strict Transport Security (HSTS) oder Instant Web Site ID.

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