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Fiorina: HP ist Meister aller Klassen

10.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina versuchte auf einem Treffen mit Investoren herauszustellen, dass ihre Company nach der Fusion mit Compaq zum Technologieführer avanciert ist. Sie wehrte sich dabei gegen Aussagen, in denen HP als ein Mittelding zwischen IBM und Dell dargestellt wurde. Sicher sei es insbesondere für Konkurrenten attraktiv, den Konzern auf diese Weise zu bewerten, so die Top-Managerin. Die Tatsachen sprächen allerdings dagegen. "Wir sind kein festgefahrenes Unternehmen", sagte Fiorina Presseberichten zufolge, "sondern ein Unternehmen, das in praktischen jedem von uns bedienten Marktsegment vorne liegt."

Um diese Aussage zu unterstreichen, verwies die CEO auf neue Serviceverträge im Gesamtwert von einer Milliarde Dollar. Dazu zählten unter anderem Aufträge von Novell und der US-Post. Um den Vertrieb bei Großkunden zu vereinfachen, plant HP, die Unternehmensbereiche Enterprise Systems und Services zu einer neuen Technology Solutions Group zusammenzulegen (Computerwoche online berichtete). Die Ergebnisse für Hardware, Software und Dienstleistungen werde HP auch künftig separat ausweisen.

Fiorina bestätigte die Prognosen der Analysten für das laufende Geschäftsjahr 2003/2004 (Ende: 31. Oktober 2004). Diese rechnen im Schnitt mit einem Gewinn von 1,43 Dollar je Aktie bei 77,62 Milliarden Dollar Umsatz. Aufgrund der weiteren Einsparungen durch die Compaq-Fusion geht die HP-Chefin allerdings davon aus, dass die Company die operative Marge deutlich steigern könne, was bislang noch nicht ausreichend berücksichtigt sei. Längerfristig werde HP beim Gewinn pro Aktie jährlich um mindestens 20 Prozent wachsen, prognostizierte Fiorina. (mb)