Fachausbildung an Universitäten ist nicht alles

15.05.2001
An deutschen Universitäten existieren inzwischen fast 70 Einrichtungen, die Studenten praxisnah auf das Berufsleben vorbereiten.

Interkulturelles Training, Microsoft Office, Redetechniken – das ist nur ein kleiner Teil der Angebote von Student und Arbeitsmarkt, dem Institut an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität, das sich zum Ziel gesetzt hat, Studenten praxisrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln.

Einrichtungen wie diese bringen künftigen Absolventen nahe, wie man sich rechtzeitig orientiert und notwendige Zusatzqualifikationen erwirbt, um später beruflich flexibel agieren sowie wechselnde Chancen auf dem Arbeitsmarkt nutzen zu können.

Um ihre Angebote künftig noch effizienter und zielorientierter zu gestalten, haben sich die Vertreter der rund 70 berufsvorbereitenden Einrichtungen deutscher Universitäten kürzlich zu einer Tagung zusammengefunden, und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen:

Studierende sind sich durchaus bewusst, dass fachspezifische Kenntnisse allein nicht mehr ausreichen, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. Deshalb werde auch die Qualität der Universitäten und die ihrer einzelnen Fachbereiche künftig vermehrt daran gemessen werden, welchen berufsvorbereitenden Service sie anbieten.

Eine weitere Aufgabe der Praxisprogramme sei es, dazu beizutragen, den Mangel an geeigneten Absolventen in bestimmten Fachbereichen zu beheben. Konkret solle dies dadurch erfolgen, dass die Career Center Studierenden Qualifikationen vermitteln, die in der IT-Branche erforderlich sind. Außerdem sollten Firmen unterstützt werden, die ihre Mitarbeiter an Hochschulen rekrutieren wollen. Weiterhin beabsichtigen die berufsvorbereitenden Einrichtungen, vermehrt mit Firmen zusammzuarbeiten, die Studenten an Universitäten beruflich informieren oder qualifizieren wollen.

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