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Entscheidungen pro und contra SCO

14.06.2004

Der für die Klagen der SCO Group gegen IBM und Novell zuständige US-Bezirksrichter Dale Kimball hat in der vergangenen Woche einige wichtige Verfahrensfragen entschieden. In Sachen IBM werden die Gegenklage von Big Blue wegen angeblicher Patentverletzungen durch SCO nicht - wie von SCO im März dieses Jahres beantragt - separat verhandelt. Allerdings gewährte der Richter einen von SCO im April gewünschten Aufschub. Demnach beginnt die Faktensammlung für den Prozess nun im Februar 2005, und Experten werden ab April 2005 ausgewählt. Der eigentliche, auf fünf Wochen angesetzte Prozess beginnt im November 2005 und nicht wie bislang vorgesehen im April. Eine weitere Verschiebung soll es laut Kimball nicht mehr geben.

Des Weiteren wies der Bezirksrichter den Antrag von Novell auf Abweisung der SCO-Klage wegen übler Nachrede ab. Was Novells Klage gegen SCO angeht, soll diese nicht wie von SCO gewünscht vor einem Staatsgericht verhandelt werden. Kimball folgte damit der Argumentation Novells, es gehe bei dem Verfahren um Copyright-Beweise und damit die Anwendung von Bundesrecht. (tc)