Streit um Data Domain

EMC fordert NetApp zum Bieterwettkampf heraus

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Um den Spezialisten für Storage-Software Data Domain entbrennt ein heißer Bieterstreit. Nachdem zunächst NetApp 1,5 Milliarden Dollar geboten hatte, steigt nun auch EMC mit einer Offerte von 1,8 Milliarden Dollar in den Ring.

Der Deal schien bereits in trockenen Tüchern. Am 20. Mai. verkündeten die Verantwortlichen von NetApp die Übernahme von Data Domain. Beide Unternehmen hätten sich auf einen Preis von 25 Dollar je Aktie geeinigt, hieß es. Damit hätte sich der Deal auf ein Volumen von rund 1,5 Milliarden Dollar summiert. Die Kombination sei eine großartige Chance für NetApp wie für Data Domain, frohlockte schon Dan Warmenhoven, Chairman und CEO von NetApp.

Doch daraus wird vorerst nichts. Anfang Juni machte EMC dem Konkurrenten einen Strich durch die Rechnung und eröffnete mit einer Offerte von 30 Dollar je Data Domain-Papier den Bieterwettstreit im den Anbieter von Storage-Software. Der Speicherspezialist aus Hopkinton, Massachussetts, erhöht damit das Gebot auf insgesamt 1,8 Milliarden Dollar. EMC-Chef Joseph Tucci macht keinen Hehl aus seinen Zielen: "Bei diesem Deal geht es darum, Wachstum zu erzielen."

Data Domain soll als eigene Geschäftsabteilung unter dem EMC-Dach weitergeführt werden, erläuterte Tucci seine Pläne. Die Deduplizierungs-Software von Data Domain würde mit den eigenen Produkten zu einer Gesamtlösung kombiniert. Tucci zufolge ergänzten sich die Produktlinien beider Anbieter. Während EMCs eigene Deduplication-Software in erster Linie darauf abziele, beim Vorbereiten der Backup-Daten Dubletten herauszufiltern, sei das Data-Domain-Produkt in der Lage, mit Hilfe von Deduplizierungs-Lösungen die Effizienz auf den Archivsystemen selbst zu verbessern. In der Kombination verbessere sich der Transport der Backup-Daten zum Zielsystem, weil weniger Information übertragen werden muss, und die Archive selbst würden effizienter ausgelastet.

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