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Eine zweifelhafte Auszeichnung für Carleton Fiorina

27.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Carleton "Carly" Fiorina wurde vor kurzem eine eher zweifelhafte Ehre zuteil: Eine IT-Marketing-Studie verlieh der Chefin von Hewlett-Packard (HP) den Titel des CEO (Chief Executive Officer), der im Jahr 2001 der eigenen Firmenmarke am meisten geschadet hat. Das geht aus der Untersuchung "New Bruised & Battered Brands Poll 2001" des Marketing-Unternehmens Liquid Agency in Zusammenarbeit mit Neal-May & Partners und The Sausalito Group hervor, die über 800 Marketing-Experten in 17 Ländern befragten. Zu Fiorina erklärte ein Teilnehmer der Umfrage: "Sie hat eine Marke, die beständig stärker wurde, ins Chaos gestürzt - und das ohne Grund." Denn die geplante Übernahme von Compaq sei nicht klar genug kommuniziert worden. Das habe zu der derzeitigen negativen Stimmung geführt.

Auf Rang zwei der CEOs, die dem Ansehen ihrer Unternehmensmarke schadeten, findet sich Oracle-Chef Larry Ellison. Dass Bill Gates auf Platz drei der Liste geführt wird, erstaunt. Immerhin ist der Microsoft-Mitbegründer bereits seit knapp zwei Jahren "nur noch" Chief Software Architect und Chairman des Unternehmens (Computerwoche online berichtete).

Interessant an den Studienergebnissen ist zudem, dass Bill Gates und Larry Ellison jedoch gleichzeitig zusammen mit Michael Dell auf den ersten drei Plätzen der CEOs rangieren, die die Marken ihrer Firmen am besten personifizieren. Zu den Unternehmen, die ihre Marke im laufenden Jahr am besten bewahrt haben, zählen Microsoft, IBM und Dell. HP, Compaq und Cisco hingegen haben ihr Image 2001 am stärksten ramponiert. (ka)