3. Platz - Jürgen Thoma, Haufe

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Die Neuordnung der IT-Landschaft der Haufe Mediengruppe gelang IT-Leiter Jürgen Thoma, weil er dem Vorstand seine Pläne für ein Enterprise Architecture Management mit Prozesslandkarten verständlich machen konnte.

Am Anfang stand eine vielen IT-Managern vertraute Situation: Die IT-Landschaft der Haufe Mediengruppe hatte sich über die Jahre unkoordiniert entwickelt und ließ die Kosten für Wartung und Integration der zum Teil inkompatiblen Anwendungen und isolierten Prozesse in die Höhe steigen. Zugleich bestand der Wunsch, sich stärker mit Lieferanten und Kunden zu vernetzen.

Jürgen Thoma, IT-Leiter der Haufe Mediengruppe, schaffte es beim "CIO des Jahres 2008" wurde beim "CIO des Jahres 2008" in der Kategorie Mittelstand Dritter.
Jürgen Thoma, IT-Leiter der Haufe Mediengruppe, schaffte es beim "CIO des Jahres 2008" wurde beim "CIO des Jahres 2008" in der Kategorie Mittelstand Dritter.
Foto: Joachim Wendler

Die bis dato oft auf "Quick wins" abzielenden IT-Projekte mussten daher laut IT-Leiter Thoma dringend einem systematischen Vorgehen hin zu einer konsistenten Architektur mit flexiblen und durchgängigen Geschäftsprozessen weichen. Ziel musste es letztlich sein, hierfür einen Rahmen für alle Business- und Architekturentscheidungen zu schaffen, um damit das Business- und IT-Alignment zu unterstützen.

Ein solches Vorhaben gelingt jedoch nur, wenn Vorstand und Fachbereiche den Sinn und Nutzen einer übergreifenden und nachhaltigen Entwicklung der IT-Landschaft verstehen. Hierzu mussten sich Thoma und sein Team ab Anfang 2007 zunächst einen Überblick über den Bestand, die laufenden Kosten und die geplanten Investitionen der bei Haufe genutzten Anwendungen verschaffen.

Die Ergebnisse wurden in einem Architektur Management System erfasst und sukzessive mit dem Vorstand diskutiert. In der Folgezeit wurden die Bestandsaufnahme und Architekturplanung über die Anwendungen hinaus auf die Vernetzungen und Prozesse aller Bereiche ausgedehnt.