Security

Drei von vier deutschen Firmen fürchten Mobile-Risiken

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Smartphones, Tablets und andere mobile Endgeräte gefährden die Unternehmensnetze. Das sehen zumindest 76 Prozent der deutschen Unternehmen so.
Gefährdet der mobile Zugriff die Datensicherheit?
Gefährdet der mobile Zugriff die Datensicherheit?
Foto: Klaus Eppele, Fotolia.de

Die Anzahl persönlicher Mobilgeräte, die auf Unternehmensnetzwerke zugreifen, hat sich in Deutschland während der vergangenen beiden Jahren mehr als verdoppelt. Mittlerweile gestatten vier Fünftel der deutschen Organisationen den Mitarbeitern diesen Zugriff. Und auf jedem zweiten dieser Geräte sind Kundendaten gespeichert. Das fand die auf Security-Lösungen spezialisierte Check Point Software Technologies Ltd. in ihrer Marktstudie "The Impact of Mobile Devices on Information Security" heraus, an der rund 100 deutsche Unternehmen teilnahmen.

Erwartungsgemäß ergibt sich aus dem wachsenden Mobilzugriff ein Sicherheitsrisiko für die Unternehmens-IT. Mehr als drei Viertel der von Check Point befragten Anwenderfirmen gaben an, dass die mobilen Endgeräte eine Zunahme von Security-Vorfällen verursacht hätten. "Die IT-Consumerization, also die Nutzung privater, mobiler Endgeräte im Unternehmen, hat sich für die IT-Verantwortlichen zum großen Sorgenkind entwickelt", erläutert Jörg Kurowski, Regional Director Zentraleuropa bei der Check Point Software Technologies GmbH in Ismaning.

Die größten Sicherheitsrisiken sehen die Untersuchungsteilnehmer in Windows-Mobile- und Android-Plattformen. Die beiden Marktführer Apple (30 Prozent Durchdringung) und RIM (29 Prozent) werden etwas gnädiger beurteilt.

Wie Check Point weiter ausführt, ist die überwiegende Mehrheit der deutschen Unternehmen der Ansicht, dass der Mangel an Sicherheitsverständnis unter den Mitarbeitern die größte Gefahrenquelle für die Sicherheit mobiler Daten sei. Als sicherheitskritisch gilt aber auch der Einsatz von mobilen Web-Browsern (60 Prozent der Nennungen) und unsicheren WiFi-Verbindungen (59 Prozent) - dicht gefolgt von verloren gegangenen oder gestohlenen Geräten (58 Prozent) und den Downloads schadhafter Applikationen (57 Prozent).