Innere Kündigung

Die meisten Mitarbeiter haben die Nase voll

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
66 Prozent der Arbeitnehmer wollen innerhalb der nächsten sechs Monate aufgrund des schlechten Arbeitsklimas ihren Arbeitsplatz wechseln.

So lautet das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Jobportals yourcha.de. Das Heer der Unzufriedenen scheint immer größer zu werden, wenn man den Studienergebnissen Glauben schenken darf. So würden 69 Prozent der arbeitenden Bevölkerung den Job wechseln, wenn sie ein besseres Angebot bekämen, 65 Prozent der Befragten wären zu einer Kündigung bereit, wenn sie in einem schlechten Arbeitsklima arbeiten müssten, und 61 Prozent der Arbeitnehmer sähen sich sofort auf dem Arbeitsmarkt um, wenn ihnen die Entlassung droht. Für nur 28 Prozent wäre eine zu hohe Arbeitsbelastung ein entscheidender Grund für die Kündigung.

Sven Reuter, Yourcha: "Selbst überdurchschnittliche Leistungen bringen im eigenen Unternehmen keine hohe Gehaltssteigerung."
Sven Reuter, Yourcha: "Selbst überdurchschnittliche Leistungen bringen im eigenen Unternehmen keine hohe Gehaltssteigerung."

Vergütung bleibt ein wichtiges Thema: Zwei Drittel der Studienteilnehmer würden eine neue Stelle annehmen, wenn sie dort ein höheres Gehalt bekämen. "Wer mehr Geld verdienen möchte, tut gut daran, den Arbeitsplatz zu wechseln. Denn bei einem Jobwechsel besteht je nach Branche und Position die Möglichkeit, dass das Gehalt um bis zu 20 Prozent steigt", argumentiert Sven Reuter, CEO und yourcha-Gründer. "Verbleibt der Arbeitnehmer auf seinem Posten und erbringt nachweislich überdurchschnittliche Leistungen, kann er meist nur bis zu zehn Prozent mehr Gehalt aushandeln."

Wichtiges Instrument bei der Suche nach einem neuen Job ist das Internet. Die Studie ergab, dass zwei Drittel der Befragten das Netz nach Anzeigen durchsuchen und jeder Zweite eine Bewerberdatenbank in Anspruch nimmt.

Befragt wurden tausend Erwerbstätige in Deutschland im Alter zwischen 25 und 45 Jahren.

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