Die meisten Entwickler können nicht programmieren

02.08.2002
Die Mehrzahl der Programmierer ist überflüssig. Sie fahren im Windschatten der wenigen echten Entwickler. Nicht das Team erbringt die Leistung, sondern ein oder zwei Mitglieder.

In der Regel werden 75 Prozent der Teamleistung von 25 Prozent der Mitglieder erbracht. So gesehen kann man die Forderung nach mehr Softwareentwicklern nicht ernst nehmen. Das Problem ist nicht eines der Quantität, sondern der Qualität. Nur wenige Menschen können wirklich programmieren. Die meisten, die in der Entwicklung tätig sind, werden von den wenigen, die es wirklich können, mitgeschleppt.

IT-Guru Harry Sneed in Aktion.
IT-Guru Harry Sneed in Aktion.

Es gehört eben mehr dazu, als eine Programmiersprache zu beherrschen.

Echte Entwickler müssen Probleme verstehen und sich dafür mehrere abstrakte Lösungen ausdenken. Aus den möglichen Alternativen wählen sie die aus, die am besten zu der jeweiligen Situation passt. Schließlich müssen Entwickler die Beharrlichkeit haben, das Ergebnis in aller Ausführlichkeit auszutesten. Dazu gehören neben Kreativität und Disziplin auch Ausdauer, Entschlossenheit und Aufmerksamkeit für Details. Dass nur wenige Spezialisten diese Eigenschaften besitzen, belegen zahlreiche Studien und die Programmierpraxis.

Dem einen fehlt es an Abstraktionsvermögen, dem anderen an Entschlusskraft, dem dritten an Kreativität, dem vierten an Disziplin und an der nötigen Konzentration auf Details. Hier spielen nicht nur geistige, sondern auch psychische und gar physische Faktoren eine Rolle.

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