Gartner-Outlook

Die IT-Ausgaben wachsen heuer um mehr als fünf Prozent

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Der Aufwärtstrend der wirtschaftlichen Entwicklung schlägt sich auch in den IT-Budgets nieder. Schon 2010 lief besser, als die Analysten es erwartet hatten.

Die weltweiten Ausgaben für Informationstechnik werden im kommenden Jahr bei insgesamt 3,6 Billionen Dollar liegen, so prognostiziert das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Gartner. Damit lägen sie um 5,1 Prozent über dem Wert des vergangenen Jahres (3,6 Billionen). Das bedeutet eine Fortsetzung des positiven Trends: 2010 waren die IT-Budgets gegenüber 2009 um 5,4 Prozent gewachsen.

Aufgrund der aktuellen Marktzahlen revidierte Gartner seine bisherigen Voraussagen für das kommende Jahr, die auf ein moderateres Wachstum von etwa 3,5 Prozent hinausliefen. Allerdings räumen die Marktbeobachter ein, dass ein Gutteil der letztjährigen Steigerungen dem schwachen Dollar zugute gehalten werden müsse.

Richard Gordon, Research Vice President bei Gartner
Richard Gordon, Research Vice President bei Gartner
Foto: Gartner

Aus diesem Grund - und wegen der wechselhaften Großwetterlage - klassifiziert Research Vice President Richard Gordon die für 2011 prognostizierten Wachstumsraten als "keineswegs sicher". Zwar bessere sich die Weltwirtschaftslage zweifellos, aber die Erholung ziehe sich hin - behindert vor allem von den mauen Wachstumsaussichten in den "reifen" Industrien der westlichen Welt.

Auf der anderen Seite sei die IT ein Schlüsselelement im Bemühen, Kosten zu senken beziehungsweise zu "optimieren", sagt Gordon. Deshalb würden IT-Investitionen zunehmend als ein wichtiger Bestandteil der Wachstumsstragien betrachtet: "In dem Maße, wie sich die weltweite Wirtschaft in den kommenden Jahren selbst erneuert, dürfen wir auf anhaltend gesunde IT-Ausgaben hoffen."