Invoice online erstellen

Die beste Rechnungs-Software für Freiberufler und KMU

12.02.2014 | von 
Diego Wyllie
Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
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Freiberufler sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die elektronische Rechnungen und Angebote erstellen möchten, können auf effiziente Tools in der Cloud zurückgreifen. Hier die Perlen für Anfänger und Profis.
Online-Lösungen für Rechnungsstellung.
Online-Lösungen für Rechnungsstellung.
Foto: Fotolia/Yanik Chauvin

Moderne Rechnungs-Software deckt sämtliche Arbeitsprozesse im Bereich Fakturierung effizient ab und kümmert sich um den ordnungsgemäßen Aufbau der Rechnungen und die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen. Somit können Laien und Profis unkompliziert und schnell professionelle Rechnungen, Angebote und Mahnungen erstellen. Aber auch die einfache Verwaltung von Kunden, Artikeln oder Produkten bis hin zum effizienten Dokumentenversand per E-Mail - bei Bedarf auch mit digitaler Signatur -, Fax oder auf dem Postweg, stellt kein Problem mehr dar.

Gerade bei den Kernbereichen Rechnungsstellung und Kundenverwaltung gibt es unter den am Markt verfügbaren Produkten kaum Unterschiede. Doch jede Software hat ihre eigenen Alleinstellungsmerkmale. So bieten einige Lösungen wie zum Beispiel "Easybill.de" und "Small Invoice" Zeiterfassung beziehungsweise Projekt-Management, während andere Dienste wie "E-Conomic" Funktionen aus dem Bereichen Buchführung und Finanzbuchhaltung integrieren.

Diese und weitere Online-Rechnungslösungen wollen wir auf den folgenden Seiten näher beschreiben und miteinander vergleichen.

G-Sales

“G-Sales” wartet mit vielen Detail-Funktionen auf.
“G-Sales” wartet mit vielen Detail-Funktionen auf.
Foto: Diego Wyllie

Mit "G-Sales" bieten die Web-Spezialisten von der Firma Gedankengut aus Pforzheim eine Web-basierende Rechnungslösung an, die sich in erster Linie an Freiberufler und kleine und mittelständische Unternehmen richtet. Damit können sie nicht nur manuelle und wiederkehrende Rechnungen online schreiben, sondern auch Angebote, Gutschriften und andere wichtige Geschäftsdokumente. Zudem stellt die Software weitere ergänzende Features bereit, unter anderem eine Kunden- und Artikelverwaltung, Statistiken und Newsletter. Einen Überblick über alle verfügbaren Funktionen finden Interessierte auf der Website des Herstellers.

Pro: Die Anwendung wartet mit einem umfangreichen Feature-Set auf, das selbst fortgeschrittene User zufrieden stellen dürfte. Durch die starke Modularisierung der Funktionen wirkt die Arbeitsoberfläche dennoch recht übersichtlich. Besonders praktisch sind die automatischen Reports und Statistiken, die Rechnungs- und Kundendaten auf effiziente Art und Weise visualisieren.

Contra: Was für den einen Vorteile bringt, kann für den anderen ein Nachteil sein. Wer eine schlanke und leichtgewichtige Lösung sucht, einfach nur Rechnungen unkompliziert und schnell erstellen zu können, wird sich bei den vielen weiterführenden Modulen der Software wahrscheinlich überfordert fühlen.

Preise und Verfügbarkeit: G-Sales lässt sich als Web-Anwendung auf einem eigenen Server installieren oder seit neuestem auch im SaaS-Modell mieten. Der Mietpreis beträgt neun Euro netto pro Monat. Wer die Software selber hosten möchte, muss für die Kauflizenz knapp 180 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer auf den Tisch legen.

Fazit: G-Sales macht einen rundum guten Eindruck. Mit vielen Detail-Funktionen eignet sich die Lösung für Profis, die das volle Potenzial aus E-Billing ausschöpfen möchten.

Easybill.de

“Easybill.de” richtet sich an Anfänger, die es schlicht und einfach haben möchten.
“Easybill.de” richtet sich an Anfänger, die es schlicht und einfach haben möchten.
Foto: Diego Wyllie

"Easybill.de" bietet sich als eine weitere Online-Lösung für KMU an, die 2012 von der Initiative Mittelstand mit einem Innovationspreis ausgezeichnet wurde. Was die Standard-Funktionalität angeht, gibt es hier keine großen Überraschungen: Rechnungen, Angebote, Aufträge und so weiter lassen sich schnell und unkompliziert erstellen und bequem verwalten. Wenn man zum Beispiel einen Rechnungsposten einmal erstellt hat, kann man diesen für zukünftige Rechnungen immer wieder verwenden. Um den ordnungsgemäßen Aufbau der Rechnungen und die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen kümmert sich die Software automatisch.

Pro: Punkten kann die Lösung mit einigen speziellen Features, die für den einen oder anderen Kunden ausschlaggebend sein können. Wer beispielsweise seine Leistungen auf Stundenbasis abrechnet, kann von dem integrierten Zeiterfassungsmodul profitieren. Oder: Amazon- und E-Bay-Händler können dank einem Import-Tool ihre Rechnungen automatisch erstellen lassen.

Contra: Im Vergleich zu G-Sales bietet dieses Programm weniger Detail-Funktionen an. Wer also auf weiterführenden Features wie etwa im Bereich Mahnwesen oder Lastschriften angewiesen ist, wird sich eher für eine andere Lösung entscheiden.

Preise und Verfügbarkeit: Easybill wird als SaaS in vier verschiedenen Abo-Paketen angeboten. Bei jedem Plan können unbegrenzt viele Dokumente erstellt werden. Mit der freien Version lassen sich maximal drei Kunden anlegen, mit dem "Basic"-Plan, der monatlich neun Euro kostet, bis zu 20 Kunden. Wer 19 Euro im Monat zahlt, erhält einen Plan ohne Einschränkungen.

Fazit: Easybill.de adressiert in erster Linie Anfänger, die es schlicht und einfach haben möchten. Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten der Software können die speziellen Features sein, die bestimmte Use-Cases optimal abbilden.

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