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Deutsche Bank erwägt weiteres Outsourcing

30.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein Sprecher der Deutschen Bank hat bestätigt, dass das Geldinstitut weitere Outsourcing-Möglichkeiten prüft, um die bislang für IT aufgewendeten Gelder anderweitig einsetzen zu können. "Wir untersuchen, in welchen IT-Bereichen Outsourcing sinnvoll sein könnte. Die Mitarbeiter sind informiert, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen", zitiert "Computerwire" den Sprecher.

Zuvor hatte die "Financial Times Deutschland" berichtet, von den Plänen seien fünf Softwareentwicklungs-Bereich mit zusammen rund 800 Mitarbeitern betroffen, von denen die Deutsche Bank nur noch 20 Prozent behalten könne. Zuerst werde es den Bereich SAP-Anwendungsentwicklung treffen, hieß es weiter. Ulrich Meister, der für die IT der Bereiche Privat- und Firmenkundengeschäft zuständig ist, wurde mit der Aussage zitiert, durch die Auslagerung der Entwicklung könnten 20 bis 30 Prozent der Kosten eingespart werden. Um den potenziellen Deal bewerben sich dem Vernehmen nach die IBM und T-Systems.

Die Deutsche Bank hat seit Jahresbeginn bereits ihren europäischen Rechenzentrumsbetrieb samt Datenverarbeitung im Rahmen eines 2,5 Milliarden Dollar schweren Deals an IBM vergeben. 900 Mitarbeiter wechselten im Zuge dieses Outsourcings zu Global Services. In den USA gibt es darüber hinaus eine Kooperation mit EDS, das im Zuge einer auf 100 Millionen Dollar geschätzten Auslagerung der Deutschen Bank IT-Dienstleistungen für die dortigen DV bereitstellt. (tc)