IDC-Studie: Managing Mobile Enterprises

Der Byod-Hype ebbt ab

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Die Begeisterung der Business-Entscheider für die dienstliche Nutzung ihrer Privatgeräte nimmt langsam, aber sicher ab. Das ergab eine aktuelle Studie von IDC.
Jennifer Waldeck, IDC: "Byod ist Mittel zum Zweck."
Jennifer Waldeck, IDC: "Byod ist Mittel zum Zweck."
Foto: IDC

Vor allem für die Fachbereichs-Manger wird das Thema Mobilität immer wichtiger. Jeder dritte von ihnen sieht hier bereits eine der großen Herausforderungen an die IT. Die allerdings ist derzeit noch weit mehr mit Cloud Computing, IT-Sicherheitsfragen und Kostensenkungen befasst.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Managing Mobile Enterprises - Unternehmen im Spannungsfeld von Mobilität, Collaboration und Consumerization (ByoD) in Deutschland", die das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC gerade vorgelegt hat. Es befragte im Juli 2012 sowohl IT-Entscheider als auch Business-Verantwortliche aus insgesamt 288 deutschen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern.

Mobiler ist produktiver

Der mobile Zugriff auf Unternehmensanwendungen bedeutet beispielsweise weniger Nacharbeit bei Kundenbesuchern, unter dem Strich also mehr Produktivität. Vor allem aus diesem Grund arbeitet jeder zweite Mitarbeiter (54 Prozent) in den befragten Unternehmen zumindest teilweise von außerhalb seines Büros.

Eine Strategie für die aktive Unterstützung der mobilen Mitarbeiter haben allerdings erst zwei Fünftel der Studienteilnehmer umgesetzt. Ein Viertel will im kommenden Frühling soweit sein, etwa ebenso viele im Laufe von zwölf Monaten. Die anderen planen, eigenen Angaben zufolge, in den kommenden zwei Jahren eine Mobility-Strategie zu "adressieren". Für überflüssig hält diese Mühe offenbar niemand.

Die Liste der Anforderungen wird erwartungsgemäß angeführt von einem Gemeinplatz: "mobiler Zugriff auf Unternehmensdaten und -applikationen unabhängig von Zeit, Ort und Gerätetyp" (50 Prozent der Nennungen). Fast ebenso oft angekreuzt wurde die "Vereinfachung von Geschäftsprozessen" (49 Prozent) - dicht gefolgt von der "Unterstützung der Mitarbeiter im Tagesgeschäft" (46 Prozent). Unter ferner liefen rangieren die "freie Auswahlmöglichkeit der mobilen Endgeräte und Plattformen" (23 Prozent) sowie die "Möglickeit der Nutzung privater Geräte/Anwendungen (ByoD)".